Debatte

Zentralrat der Juden hält Maaßen Antisemitismus vor

CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen Foto: dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hält dem ehemaligen früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen (CDU) Antisemitismus vor. Dieser habe ein Video mit Verschwörungstheorien eines Mikrobiologen geteilt, sagte Schuster dem Kölner Internet-Portal domradio.de am Montag.

Der Biologe halte die Situation in Israel während der Corona-Pandemie für schlimmer als das, »was Deutschland in der NS-Zeit mit Juden gemacht hat«, kritisierte der Zentralrats-Präsident: »Wer solche Theorien noch weiter verbreitet oder sich solchen Theorien anschließt, der ist in meinen Augen nichts anderes als selber ein Antisemit.«

Schuster forderte von der CDU-Parteispitze »sehr klare Aussagen und Positionen«. Die Partei müsse sich klar von Positionen distanzieren, »die eben nicht nur rechtsaußen sind, sondern die das demokratische Spielfeld verlassen haben«. Die Äußerungen von Maaßen seien kein Ausdruck von Meinungsvielfalt, sondern Volksverhetzung

Am Montagnachmittag ließ CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak verlauten, dass es innerhalb des Bundesvorstandes ein einstimmiges Votum gegeben habe. »Wir distanzieren uns klar von den Inhalten, die Herr #Maaßen in den sozialen Netzwerken geteilt hat und weisen sie auf das Schärfste zurück«, schrieb er. kna

Interview

»Mein Traum: eine Synagoge ohne Security«

Rabbiner Pinchas Goldschmidt über die Tagung der Europäischen Rabbinerkonferenz, Proteste im Iran und Israel

 04.02.2026

Margaritis Schinas

»Es gibt keine EU-Sanktionen gegen Israel«

Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission ist zuversichtlich, dass das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Israel repariert werden kann

von Michael Thaidigsmann  04.02.2026

Australien

Ex-Uni-Mitarbeiterin wegen antisemitischer Tirade vor Gericht

»Ihr seid verdammte, schmutzige Zionisten« soll Rose Nakad jüdischen Studenten zugerufen haben

 04.02.2026

Australien

Poster mit Konterfei des Bondi-Beach-Attentäters aufgetaucht

Die Plakate seien »tief beleidigend« und eine Missachtung der Kunst, sagt Melbournes Bürgermeister Nicholas Reece

 04.02.2026

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  04.02.2026

Berlin

Ahmed Abed weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück

Der Kandidat der Linken für das Amt des Bezirksbürgermeisters von Neukölln nennt angebliche Menschenrechtsverletzungen durch Israel in Gaza und sagt, es sei legitim, diese anzusprechen

 04.02.2026

Dresden

Im Landtag: AfD-Abgeordneter festgesetzt

Polizeibeamte führten den Abgeordneten Jörg Dornau aus dem Plenarsaal und befragten ihn

 04.02.2026

Jerusalem

Machado wirbt für Neustart der Beziehungen zwischen Venezuela und Israel

Das Gespräch der venezolanischen Oppositionsführerin mit Außenminister Gideon Sa’ar steht im Zeichen eines möglichen politischen Neuanfangs in ihrem Land

 04.02.2026

Düsseldorf

Antisemitismus an Hochschulen: Forscher fordert mehr Aufklärung

Der Leiter der Zentralen Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in NRW fordert außerdem, Studentenvertretungen Mittel zu entziehen, wenn sie antisemitische Inhalte verbreiten

 04.02.2026