Handreichung

Zehn Punkte gegen Antisemitismus

Carsten Ovens, Executive Director von ELNET Foto: pr

Das European Leadership Network (ELNET) hat eine Handreichung für den Kampf gegen Antisemitismus veröffentlicht. In dem zehn Punkte umfassenden »Action Plan« werden konkrete Strategien zur Prävention und Sanktion von Judenhass aufgeführt.

»Um Antisemitismus wirksam entgegenzutreten, braucht es eine klare Haltung der Zivilgesellschaft sowie staatliche Strategien und Maßnahmen«, erklärte der Executive Director von ELNET Deutschland, Carsten Ovens, auf Anfrage der Jüdischen Allgemeinen. Mit dem 10-Punkte-Plan »sollen Politik und weitere engagierte Akteure Unterstützung bei der Bekämpfung von Antisemitismus erhalten«.

Punkte Das Papier umfasst vier Überkategorien: Der erste Abschnitt befasst sich mit der Stärkung des Bildungsbereichs bei den Themen Judentum, Schoa und Antisemitismus. Im zweiten Abschnitt geht es um die institutionelle Implementierung der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance. Unter Punkt drei finden sich Vorschläge zur besseren Sichtbarmachung der jüdischen Kultur und im letzten Teil geht es um die verschärfte Regulierung von Antisemitismus im Netz.

Der »Action Plan« ist das Ergebnis einer von ELNET organisierten Konferenz, die Ende März in Berlin stattgefunden hat. Etwa 100 internationale Experten diskutierten unter dem Motto »Actions Matter« über Strategien gegen Antisemitismus. »Wir müssen handeln!«, appellierte damals die ELNET-Beirätin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Kerstin Müller (Grüne) an alle Teilnehmer. Mit Blick auf die Ausarbeitung der Konferenzergebnisse begrüßte Müller, »dass wir jetzt gemeinsam an der Umsetzung der Aktionspunkte arbeiten können«.

Verbindung ELNET wurde 2007 gegründet und setzt sich für eine starke Verbindung zwischen Israel und europäischen Ländern ein. Im Beirat von ELNET Deutschland sitzen neben Kerstin Müller unter anderem auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Nicola Beer (FDP) und die Kultusministerin Schleswig-Holsteins, Karin Prien (CDU). js

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Krieg

»Schlechte Nachrichten für Iran«: Friedensgespräche zwischen USA und Mullahs scheitern

Wie es nun weitergeht, ist unklar

von Gaby Mahlberg  12.04.2026

Beirut

Unruhe im Libanon: Protest gegen Gespräche mit Israel

Die libanesische Regierung hat seit langem Gespräche mit Israel gefordert. Nun soll es bald so weit sein. Anhänger der Terrormiliz Hisbollah gehen dagegen auf die Straße

 11.04.2026

Pakistan

USA und Iran verhandeln in Islamabad

Die Delegationen aus den USA und dem Iran sind mit langen Wunschlisten in die pakistanische Hauptstadt gekommen. Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs versprechen, schwierig zu werden

 11.04.2026

Armin Laschet im Deutschlandfunk

»Jetzt kommt wieder Ihre Israelphobie«

Im Interview wies der CDU-Politiker mit harschen Worten DLF-Moderator Thielko Grieß zurecht, welcher zuvor Israel scharf kritisiert hatte

von Michael Thaidigsmann  10.04.2026

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 10.04.2026

Kiew

Selenskyj: Haben Drohnen über Golfstaaten zerstört

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat die Ukraine Drohnenexperten in die Region geschickt. Dort hat Kiew laut Präsident Selenskyj seine Erfahrung in der Abwehr iranischer Drohnen demonstriert

 10.04.2026