Berlin

»Yalla Intifada«: Gewaltaufruf bei Veranstaltung der Linken Neukölln

Rapper Dahabflex auf der Wahlkampfveranstaltung der Linken Neukölln auf dem Herrfurthplatz Foto: Joshua Schultheis

Auf einer Veranstaltung des Linken-Bezirksverbands Neukölln am Samstag hat der Rapper Dahabflex zu Gewalt gegen Israelis aufgerufen. Der Musiker performte seinen Song »Stop the Genocide« mit den Zeilen »Yalla, yalla Intifada, Westbank, Palästina, Gaza« und »Death to the IDF«. Der »Tagesspiegel« berichtete zuerst über den Vorfall.

Insbesondere in der zweiten sogenannten Intifada von 2000 bis 2005 kamen durch Anschläge palästinensischer Terroristen mehrere Hundert israelische Zivilisten ums Leben. Der Slogan »Death to the IDF« fordert übersetzt den Tod der israelischen Armee.

Laut Tagesspiegel tanzten zahlreiche und teils vermummte Besucher der Wahlveranstaltung während des Songs von Dahabflex, von dem schon zuvor bekannt gewesen ist, dass er sich in seinen Liedern positiv auf die Intifada und die palästinensische Terrororganisation PFLP bezieht.

Der Co-Vorsitzende der Linken Neukölln, Hermann Nehls, sagte dem Tagesspiegel am Sonntag, dass der Song nicht mit den Organisatoren der Veranstaltung abgesprochen gewesen sei. Es sei »völlig klar, dass Aufrufe zu Gewalt gegen Personen nicht gehen – weder in Liedtexten noch in anderer Form«, so Nehls. Man wolle den Abend »nun intern aufarbeiten«.

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Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sie den Auftritt aufs Schärfste verurteile. Aufrufe zur Gewalt seien absolut inakzeptabel. »Ich bin entsetzt, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.« Die Vorsitzende des Berliner Landesverbandes der Linkspartei, Kerstin Wolter, fordert laut Tagesspiegel von der Linke Neukölln Aufklärung und »Konsequenzen«.

Der Berliner Linkspartei und insbesondere dem Neuköllner Bezirksverband wird immer wieder ein Problem mit Israelhass und Antisemitismus vorgeworfen. Die Linke führt die Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September an und Spitzenkandidatin Eralp hat gute Chancen, die nächste Regierende Bürgermeisterin Berlins zu werden. ja

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