Meinung

Würde statt Blut und Bilder

Derzeit machen schreckliche Fotos im Internet die Runde. Sie zeigen Udi und Ruth Fogel aus Itamar mit ihren Kindern Yoav, Elad und Hadas auf blutgetränkten Kissen und Bettdecken. Die israelische Regierung hat die Bilder des Massakers zur weiteren Verbreitung freigegeben. Ein bewusster Schritt in die Öffentlichkeit. Und er ist verständlich, schließlich soll der Welt so vor Augen geführt werden, mit welchen mörderischen Terroristen es Israel zu tun hat. Dennoch: Die Entscheidung ist falsch. Denn sie nutzt niemandem.

Kameras In diesen Tagen schaut die Weltöffentlichkeit fast ausschließlich nach Japan. Wer sich die abgeschlachtete Siedlerfamilie dennoch ansieht, gehört vermutlich zum Kreis derer, die ohnehin entsetzt und empört sind. Es kann sich auch um sensationslüsterne Gaffer handeln. Oder – noch schlimmer – um jemanden, der mit den Mördern sympathisiert. Diese Freunde des Terrors sind es, die sonst in Gaza und an anderen Orten ihre eigenen Toten und Schwerverletzten in die Kameras halten. Solche Propaganda passt zwar zum menschenverachtenden Regime der Hamas und ihrer Gefolgsleute. Sie passt aber nicht zum jüdischen Staat, der die Menschenwürde so hoch achtet.

Bilder sind willkommene Munition im PR-Krieg. Israel macht da keine Ausnahme. Doch gerade in diesem Fall ist es der falsche Weg, mit den Fotos der im Schlaf hingerichteten Familie die öffentliche Meinung beeinflussen zu wollen. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, heißt ein Sprichwort. Es gibt aber Zeiten und Ereignisse, bei denen weder das eine noch das andere das ganze Ausmaß von Trauer Schmerz und Wut ausdrücken können.

Berlin

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Die Linke will eine rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt schmieden. Doch Grüne und SPD setzen erstmal ein Stoppschild. Auslöser ist der Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus

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Kontinuität

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Kommentar

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Sachsen-Anhalt

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New York

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Glosse

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von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

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9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

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