Meinung

Würde statt Blut und Bilder

Derzeit machen schreckliche Fotos im Internet die Runde. Sie zeigen Udi und Ruth Fogel aus Itamar mit ihren Kindern Yoav, Elad und Hadas auf blutgetränkten Kissen und Bettdecken. Die israelische Regierung hat die Bilder des Massakers zur weiteren Verbreitung freigegeben. Ein bewusster Schritt in die Öffentlichkeit. Und er ist verständlich, schließlich soll der Welt so vor Augen geführt werden, mit welchen mörderischen Terroristen es Israel zu tun hat. Dennoch: Die Entscheidung ist falsch. Denn sie nutzt niemandem.

Kameras In diesen Tagen schaut die Weltöffentlichkeit fast ausschließlich nach Japan. Wer sich die abgeschlachtete Siedlerfamilie dennoch ansieht, gehört vermutlich zum Kreis derer, die ohnehin entsetzt und empört sind. Es kann sich auch um sensationslüsterne Gaffer handeln. Oder – noch schlimmer – um jemanden, der mit den Mördern sympathisiert. Diese Freunde des Terrors sind es, die sonst in Gaza und an anderen Orten ihre eigenen Toten und Schwerverletzten in die Kameras halten. Solche Propaganda passt zwar zum menschenverachtenden Regime der Hamas und ihrer Gefolgsleute. Sie passt aber nicht zum jüdischen Staat, der die Menschenwürde so hoch achtet.

Bilder sind willkommene Munition im PR-Krieg. Israel macht da keine Ausnahme. Doch gerade in diesem Fall ist es der falsche Weg, mit den Fotos der im Schlaf hingerichteten Familie die öffentliche Meinung beeinflussen zu wollen. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, heißt ein Sprichwort. Es gibt aber Zeiten und Ereignisse, bei denen weder das eine noch das andere das ganze Ausmaß von Trauer Schmerz und Wut ausdrücken können.

Franziska Giffey

Nach der Wahl in Berlin

Franziska Giffey gegen Koalition mit Linke

Die noch amtierende Wirtschaftssenatorin sieht keine Basis für eine Koalition mit der Linken in Berlin. Die SPD-Politikerin fordert klare Positionen im Kampf gegen Antisemitismus. Unterdessen verteidigt Thüringens Ex-Ministerpräsident Ramelow die Sondierer gegen Kritik aus den eigenen Reihen

 11.10.2026

Nahost

Abbas verschiebt Parlaments- und Präsidentenwahl

Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, vertagt die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bis in den Herbst 2027. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gab es keine Parlamentswahl mehr

 11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Teilnehmer einer Demonstration »United4Palestine« halten Palästinenserflaggen, auch eine Flagge der Linken und eine Queer-Flagge sind zu sehen.

Berlin

Israelfeindliche Demonstration durchs Regierungsviertel

Rund 3.500 Menschen nehmen an der Demonstration unter dem Motto »United4Palestine« teil. Auch Politiker und Aktivisten der Linkspartei waren dabei. Einige Demonstranten wurden festgenommen

 11.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Saudi-Arabien

Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Der Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten Huthi im Jemen und Saudi-Arabien eskaliert. Bei dem Angriff auf den Flughafen King Chalid gibt es Tote und Hunderte Verletzte. Wie reagiert Washington?

 11.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Hans-Georg Lindenau in seinem Ladengeschäft »M99 Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf«

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026 Aktualisiert

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026