Meinung

Würde statt Blut und Bilder

Derzeit machen schreckliche Fotos im Internet die Runde. Sie zeigen Udi und Ruth Fogel aus Itamar mit ihren Kindern Yoav, Elad und Hadas auf blutgetränkten Kissen und Bettdecken. Die israelische Regierung hat die Bilder des Massakers zur weiteren Verbreitung freigegeben. Ein bewusster Schritt in die Öffentlichkeit. Und er ist verständlich, schließlich soll der Welt so vor Augen geführt werden, mit welchen mörderischen Terroristen es Israel zu tun hat. Dennoch: Die Entscheidung ist falsch. Denn sie nutzt niemandem.

Kameras In diesen Tagen schaut die Weltöffentlichkeit fast ausschließlich nach Japan. Wer sich die abgeschlachtete Siedlerfamilie dennoch ansieht, gehört vermutlich zum Kreis derer, die ohnehin entsetzt und empört sind. Es kann sich auch um sensationslüsterne Gaffer handeln. Oder – noch schlimmer – um jemanden, der mit den Mördern sympathisiert. Diese Freunde des Terrors sind es, die sonst in Gaza und an anderen Orten ihre eigenen Toten und Schwerverletzten in die Kameras halten. Solche Propaganda passt zwar zum menschenverachtenden Regime der Hamas und ihrer Gefolgsleute. Sie passt aber nicht zum jüdischen Staat, der die Menschenwürde so hoch achtet.

Bilder sind willkommene Munition im PR-Krieg. Israel macht da keine Ausnahme. Doch gerade in diesem Fall ist es der falsche Weg, mit den Fotos der im Schlaf hingerichteten Familie die öffentliche Meinung beeinflussen zu wollen. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, heißt ein Sprichwort. Es gibt aber Zeiten und Ereignisse, bei denen weder das eine noch das andere das ganze Ausmaß von Trauer Schmerz und Wut ausdrücken können.

Frankfurt am Main

Aufruf zu Großdemonstration gegen Judenhass

Anlass des Aufrufs ist eine kürzlich in Frankfurt abgehaltene israelfeindliche Demo, auf der der palästinensische Terror verherrlicht wurde

 31.07.2026

Berlin

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Im Gaza-Konflikt gibt es angeblich eine Einigung: Die Hamas soll ihre Waffen abgeben, Israel seine Truppen aus dem Küstenstreifen abziehen. Die Bundesregierung sendet positive Signale

 31.07.2026

Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas. Eine andere palästinensische Terrororganisation bezeichnet Berichte darüber als unzutreffend

 31.07.2026

Berlin/Tel Aviv

Constantin Schreiber verlässt Axel Springer

Der frühere »Tagesschau«-Sprecher Constantin Schreiber berichtete seit September 2025 für die Publikationen von Axel Springer aus Tel Aviv. Zum Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen

 31.07.2026

New York

NGO fordert Amtsenthebung von Bürgermeister Mamdani

Die Organisation »End Jew Hatred« macht dem New Yorker Bürgermeister in einer Petition schwere Vorwürfe, darunter seine Drohungen gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

 31.07.2026

Washington D.C./Gaza

Trump verkündet Einigung über nächste Gaza-Phase – Hamas soll Entwaffnung akzeptiert haben

Der amerikanische Präsident sieht einen »gewaltigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit«

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026