Berlin

»Wir werden um Obergrenzen nicht herumkommen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich in der Tageszeitung »Die Welt« zur Limitierung der Flüchtlingsaufnahme geäußert: »Über kurz oder lang werden wir um Obergrenzen nicht herumkommen.« Zur Begründung führte er Probleme bei der Integration an. »Wenn es so weiter geht wie bisher, wird die Vermittlung unserer Werte zunehmend schwieriger«, sagte Schuster.

Intoleranz »Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des ›Islamischen Staates‹ und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber entstammen sie Kulturen, in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil ist«, sagte der Zentralratspräsident.

Dabei gehe es nicht nur um Judenfeindschaft, sondern auch um die Gleichberechtigung von Frau und Mann sowie den Umgang mit Homosexuellen. Diese Intoleranz führte er weniger auf den muslimischen Glauben zurück, sondern eher auf die Herkunft zahlreicher Asylsuchender aus dem arabischen Raum.

Asyl Gegenüber der Jüdischen Allgemeinen bekräftige Schuster am Montag nochmals die Überzeugung des Zentralrats, dass Deutschland Flüchtlinge aufnehmen müsse: »Wer asylberechtigt ist, muss auch Asyl erhalten.« Zum Grundrecht auf Asyl gehörten aber zwei Aspekte: die menschenwürdige Versorgung der Flüchtlinge und ihre erfolgreiche Integration in der Gesellschaft.

»Daher werden wir um eine Begrenzung oder Kontingentierung der Zuwanderung auf die Dauer nicht herumkommen. Eine gerechte Verteilung in der EU sowie eine Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge müssen damit einhergehen«, sagte Schuster. epd/ja

Nahost

Israelische Luftwaffe warf bisher mehr als 5000 Bomben auf Iran ab

Israelische Militärs gehen davon aus, dass der Krieg noch ein bis zwei Wochen andauern wird

 05.03.2026

Berlin

13 Jahre Haft nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal

Die Gedenkstätte im Herzen Berlins erinnert an die Ermordung der Juden und zieht viele Touristen an. Der Angreifer soll den Ort gezielt ausgesucht haben

 05.03.2026 Aktualisiert

Nahost

CIA prüft Bewaffnung kurdischer Kräfte für möglichen Aufstand im Iran

Kontakte sollen sowohl zu iranischen Oppositionsgruppen als auch zu kurdischen Akteuren im Nordirak bestehen. Kurdische Milizen verfügen in der Grenzregion über mehrere tausend Kämpfer

 05.03.2026

Tel Aviv

Israel lockert Schutzmaßnahmen, Raketenbeschuss aus dem Iran deutlich zurückgegangen

Heute soll die Einstufung von »essenzieller Aktivität« auf »begrenzte Aktivität« herabgesetzt werden

 05.03.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  05.03.2026 Aktualisiert

USA

»Amerika gewinnt: entschlossen, verheerend und ohne Gnade«

Verteidigungsminister Hegseth macht in seiner Rede im Pentagon unmissverständlich klar, wer den Krieg für sich entscheiden wird - und wer nicht

 05.03.2026

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Historischer Einsatz

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026