Bundestagswahl

Weidel schließt Aufnahme des »freundlichen Gesichts des NS« nicht aus

Die AfD um Alice Weidel und Tino Chrupalla wurde bei der Bundestagswahl zweitstärkste Kraft Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel hat sich nach der Schließung der Wahllokale hochzufrieden gezeigt. Auf die Union angesprochen, die eine Koalition mit der AfD vor der Wahl ausgeschlossen hatte, sagte die Co-Parteivorsitzende: »Wir werden genauso konstruktive Oppositionsarbeit weitermachen wie seit dem Jahr 2017.«

Mit Blick auf die künftige AfD-Bundestagsfraktion sagte Weidel, sie sei »sehr glücklich, dass wir so angewachsen sind«.

Brisant: Auf die Frage ob ihr Parteikollege Matthias Helferich, der sich in internen Chats als »das freundliche Gesicht des NS« bezeichnet hatte, in die Fraktion aufgenommen wird, wich Weidel aus. »Das ist alles Schnee von gestern«, sagte sie im ARD-Interview. Über eine Aufnahme müsse die Fraktion entscheiden. Helferich steht in Nordrhein-Westfalen auf dem aussichtsreichen Listenplatz 6.

In Anspielung auf eine frühere Äußerung von Ex-Parteichef Alexander Gauland sagte Weidel: »Wir werden die anderen jagen, dass sie vernünftige Politik für unser Land machen.« Gauland, damals Spitzenkandidat der AfD, hatte 2017 am Abend der Bundestagswahl mit Blick auf die künftige Bundesregierung gesagt: »Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen.« dpa/ja

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