München

Vorfall am israelischen Generalkonsulat

Foto: picture alliance / dpa

Nach einem Zwischenfall am israelischen Generalkonsulat in München hat die Polizei heute einen größeren Einsatz rund um den Karolinenplatz durchgeführt. Auslöser waren Steinwürfe gegen die diplomatische Vertretung sowie ein in der Nähe entdeckter verdächtiger Rucksack. Darüber berichtete die »Süddeutsche Zeitung«.

Nach Angaben der Polizei warf ein Mann Steine auf das Gebäude des Generalkonsulats von Israel und rief dabei »Allahu akbar!«. Der Mann soll den Behörden bereits bekannt gewesen sein. Unweit des Tatorts entdeckten Einsatzkräfte außerdem einen Rucksack, der zunächst als verdächtig eingestuft wurde.

Der Bereich rund um den Karolinenplatz wurde dem »SZ«-Bericht zufolge abgesperrt. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Balkone vorübergehend nicht zu betreten. Zur Überprüfung des Rucksacks setzte die Polizei einen Spezialroboter ein. Augenzeugen zufolge prallte das Gerät dabei gegen eine Scheibe, sodass anschließend Beamte in Schutzanzügen den Gegenstand untersuchen mussten. Später stellte sich heraus, dass von dem Rucksack keine Gefahr ausging.

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Angriffen und Provokationen

Die israelische Generalkonsulin für Süddeutschland, Talya Lador-Fresher, reagierte auf Instagram: »Terror und tödliche Ideologie kennen keine Grenzen, und es ist unser gemeinsames Ziel, ohne Bedrohungen zu leben.« Sie dankte der Münchner Polizei für den Einsatz.

Das Generalkonsulat war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Angriffen oder Provokationen. So wurde im Mai 2024 eine Attrappe eines Molotowcocktails über den Sicherheitszaun geworfen. Im September desselben Jahres griff ein 18-jähriger Islamist aus Österreich die Vertretung mit einer Langwaffe an und schoss um sich; er wurde von der Polizei erschossen.

Im Juni des vergangenen Jahres kam es zu einem Zwischenfall in unmittelbarer Nähe des Konsulats: Am Obelisken auf dem Karolinenplatz tauchte eine mit roten, scheinbar blutigen Handabdrücken beschmierte Israelflagge auf. Eine Gruppe, die sich »Alpenguerilla Aktion Bayern« nannte, reklamierte die Aktion später für sich. ja

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