Berlin

»Vorbild für die jüdische Gemeinschaft«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR / Thomas Lohnes

Anlässlich des 90. Geburtstags von Ignatz Bubis am Donnerstag erinnerte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, an seinen Vorgänger. Schuster bezeichnete Bubis als »Vorbild für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland« bis zum heutigen Tage. »Er war politisch hellwach und hat stets schnell und konsequent auf politische Entwicklungen reagiert. Dabei hat er sich nicht gescheut, den Finger in die Wunde zu legen und sich im Zweifelsfall unbeliebt zu machen«, sagte Schuster.

walser-rede Vor allem sein erfolgreicher Protest gegen die Aufführung des Fassbinder-Stücks Der Müll, die Stadt und der Tod sowie seine Reaktion auf die Walser-Rede 1998 blieben in Erinnerung. »Für Bubis sel. A. war es zudem selbstverständlich, sich auch an die Seite anderer Minderheiten zu stellen, wenn sie Unterstützung brauchten. Diese Linie vertritt der Zentralrat der Juden bis heute«, betonte Schuster.

In diesem Sinne stelle sich der Zentralrat gegen die AfD und Pegida, die Muslime und Ausländer ausgrenzen wollten. »Auch diese Haltung stößt nicht überall auf Zustimmung. Doch so wie Ignatz Bubis werden wir uns konsequent für die demokratischen Werte einsetzen«, so der Zentralratspräsident. ja

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026

Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Eva Umlauf, die Präsidentin des Komitees sagt, die Partei müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden

 13.02.2026

Analyse

Historiker: Dirigent von Karajan kein Hitler-Sympathisant

Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen

von Johannes Peter Senk  13.02.2026

Ramallah

Scharia und Unterstützung für »Märtyrer«: PA veröffentlicht Verfassungsentwurf

In dem Entwurf, den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas publizieren ließ, wird Jerusalem als »Hauptstadt des Staates Palästina« bezeichnet. Jüdische Bezüge werden im gesamten Text nicht erwähnt

 13.02.2026

München

Lauder fordert Abberufung von Francesca Albanese

Die UNO-Sonderberichterstatterin stehe für eine ideologische Agenda, die Verschwörungstheorien und spaltende, antisemitische Botschaften transportiere, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

von Imanuel Marcus  13.02.2026