Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

DIG-Präsident Volker Beck Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hofft bei der heutigen Parlamentswahl in Israel auf einen Regierungswechsel. »Also, es wäre gut für Israel, wenn es zu einem Wechsel käme, weil ich glaube, (Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu hat innen- wie außenpolitisch viel Vertrauen in den letzten Jahren verspielt«, sagte Beck im »Frühstart« von RTL und ntv. 

»Obwohl er auch manches richtig gemacht hat und manches Erforderliche gemacht hat, braucht es wirklich einen Wechsel«, damit Israel in der Außenpolitik stärker wieder auf Unterstützung bauen könne, argumentierte Beck.

Lesen Sie auch

Zudem kritisierte er Pläne in der jetzigen Regierungskoalition, »den israelischen Rechtsstaat umzubauen und die gerichtliche Kontrolle von Politik einzuschränken«. Er warnte: »Das würde Israels Charakter grundlegend verändern, und das sollte gestoppt werden«.

Zugleich betonte Beck, er hoffe, dass es überhaupt zu einer regierungsfähigen Mehrheit komme. »Das sieht gegenwärtig in den Prognosen ja nach einem Patt der jetzigen Koalition gegenüber der jetzigen Opposition aus.« Eine theoretische Möglichkeit wäre eine Koalition der nationalen Einheit unter Einschluss von Netanjahus Partei Likud und der wichtigsten Oppositionsparteien, führte er aus. »Aber ich sehe gegenwärtig die Gräben zwischen diesen beiden Lagern so tief, dass es wirklich ein bisschen ein Kunststück wäre, das zusammenzubringen.« dpa

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026

San Francisco/New York

KI mit Elvis-Songs gefüttert: Millionenklage gegen Anthropic

»Return To Sender« und diverse weitere Lieder des King of Rock’n’ Roll sollen ohne Zustimmung ins KI-Training geflossen sein

 27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026

Teheran

Irans Generation Z kämpft um ihre Zukunft

Sie sind 17, sprechen über Krieg und denken ans Auswandern. Darja und Negin gehören zu einer Generation, die den Iran verändert, aber an der eigenen Zukunft dort zweifelt

von Arne Bänsch  27.10.2026

Dementi

Trump bestreitet Gespräche über weitere Wahlempfehlung für Netanjahu

Hat Israels Ministerpräsident den amerikanischen Präsidenten um mehr Unterstützung im Wahlkampf gebeten oder nicht?

 27.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät zum wiederholten Mal über umstrittene Abgeordnete

Vanessa Emde steht wegen Äußerungen zu Israel und zum Nahost-Konflikt massiv in der Kritik

 27.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt heute über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  27.10.2026 Aktualisiert

Wilko Möller (AfD), Landtagsabgeordneter in Brandenburg, guckt nachdenklich

Rechtsextremismus

Urteil gegen AfD-Politiker wegen Wahlplakats rechtskräftig

Hat der AfD-Abgeordnete Wilko Möller mit einem »Hitlergruß« auf Plakaten Wahlkampf gemacht? Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte ihn zu einer Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte der Politiker Revision ein – vergeblich

 26.10.2026

Leerer Klassenraum (Symbolbild)

Hessen

Strafverfahren gegen Lehrer wegen israelfeindlicher Posts eingestellt

Wegen Instagram-Beiträgen, die als »antisemitisch und israelfeindlich« eingestuft wurden, ist ein Gymnasiallehrer seit einem Jahr vom Dienst suspendiert. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung wurde nun eingestellt

 26.10.2026