Iran-Krieg

Vance: Kriegsziel Nr. Eins besteht darin, Öl und Gas für Amerikaner billig zu halten

US-Vizepräsident JD Vance Foto: picture alliance / Sipa USA

US-Vizepräsident JD Vance hat die beiden wichtigsten Ziele der Regierung von Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran benannt. Im Gespräch mit Fox News sagte er, Washington wolle vor allem dafür sorgen, dass Öl und Gas für die Amerikaner bezahlbar bleiben. An zweiter Stelle stehe die Verhinderung einer iranischen Atomwaffe.

»Ich bin zuversichtlich, dass wir beide Ziele erreichen, aber es ist naturgemäß eine unvorhersehbare Angelegenheit, weil die Iraner selbst unberechenbar sind und sie manchmal die Verpflichtungen, die sie uns gegenüber eingegangen sind, nicht einhalten«, sagte der Vizepräsident.

Die Lage am Persischen Golf wirkt sich weiterhin auf die internationalen Energiemärkte aus. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nach wie vor erheblich eingeschränkt. Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate lag am Donnerstagabend bei rund 81 Dollar je Barrel für Lieferungen im kommenden Monat. Vor dem Krieg waren es noch weniger als 70 Dollar gewesen, während der Preis in den ersten Wochen des Konflikts zeitweise über 110 Dollar gestiegen war.

USS George Washington unterwegs

Unterdessen verstärken die USA offenbar ihre militärische Präsenz in der Region. Der Flugzeugträger USS George Washington hat Kurs auf den Nahen Osten genommen. Das Schiff war zuvor in Vietnam ausgelaufen und wurde anschließend zusammen mit einem Kreuzer und einem Zerstörer bei der Durchfahrt durch die Straße von Singapur gesichtet.

Ein US-Marinevertreter bestätigte, dass sich die USS George Washington zuletzt in der Straße von Malakka befand. Damit befindet sich der Verband auf dem Weg in den Indischen Ozean und weiter Richtung Nahost. Nach einem Bericht des »Wall Street Journal« soll der Flugzeugträger die seit Monaten eingesetzte USS Abraham Lincoln ablösen.

Die Ablösung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem zunehmend über die Belastungen der extrem langen Einsatzdauer der USS Abraham Lincoln berichtet wird. Der Träger befindet sich seit fast neun Monaten im Einsatz und hat mehr als 240 Tage ohne Unterbrechung auf See verbracht.

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Psychische Belastungen

Das US-Zentralkommando CENTCOM hat zugleich Berichte über angeblich katastrophale Zustände an Bord der USS Abraham Lincoln zurückgewiesen. Zuvor hatten Abgeordnete und Angehörige von Besatzungsmitgliedern unter anderem über Versorgungsprobleme, unzureichende Verpflegung, defekte Sanitäranlagen und psychische Belastungen berichtet.

Anfang August war zudem ein Matrose über Bord gegangen. Nach Angaben der US Navy konnte er rasch geborgen werden.

CENTCOM bezeichnete die Berichte über die Einsatzbedingungen als »falsch«. Die Besatzung habe sich nach mehr als 260 Tagen auf See weiterhin »widerstandsfähig und entschlossen« gezeigt.

»Massive Falschberichterstattung«

»Kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ist gestorben, und der Matrose, der am 3. August über Bord ging, wurde schnell und sicher geborgen«, erklärte das Zentralkommando. Die »massive Falschberichterstattung« über den historischen Einsatz der USS Abraham Lincoln schade den Soldaten und ihren Angehörigen.

Auch die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Gaza-Krieges sollen in der kommenden Woche vorangetrieben werden. Jared Kushner, Schwiegersohn Trumps und dessen Sondergesandter, plant nach Angaben eines Vertreters des sogenannten Board of Peace Reisen nach Jerusalem und Kairo.

Kushner soll dabei vom ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und dem Generaldirektor des Board of Peace, Nikolai Mladenov, begleitet werden. Die Delegation will nach Angaben des Vertreters die bisherigen Gespräche fortsetzen und über die nächsten Schritte von Trumps 20-Punkte-Plan für Gaza beraten.

Der Plan sieht unter anderem vor, dass Hamas ihre Waffen abgibt und keine politische Rolle mehr spielt. Im Gegenzug sollen sich israelische Truppen schrittweise aus dem Gazastreifen zurückziehen. im

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