Nahost

USA weiten Angriffe auf Iran aus – Teheran attackiert US-Stützpunkte

Eine F-35 der US-Luftwaffe Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die USA haben ihre Militärschläge gegen den Iran ausgeweitet. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, amerikanische Streitkräfte hätten eine weitere Welle von Angriffen gegen Dutzende Ziele im Iran durchgeführt. Nach Angaben des Militärs gab US-Präsident Donald Trump den Befehl persönlich, um »iranische Kräfte zur Rechenschaft zu ziehen«.

Laut CENTCOM richteten sich die Angriffe gegen Luftabwehrstellungen, Küstenradaranlagen, Raketen- und Drohnenkapazitäten sowie kleinere Boote der iranischen Streitkräfte. Zum Einsatz kamen demnach Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe sowie Angriffs- und Seedrohnen. Amerikanische Medien berichteten.

Der Iran reagierte umgehend mit Gegenangriffen. Die Revolutionsgarden erklärten laut staatlichen Medien, sie hätten US-Militärstützpunkte in Jordanien, Bahrain und Kuwait angegriffen. Genannt wurden unter anderem der Luftwaffenstützpunkt Prince Hassan in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain sowie die Ali Al Salem Air Base in Kuwait. In Bahrain heulten nach den iranischen Angriffen Luftalarmsirenen auf. Das Königreich beherbergt das Hauptquartier der 5. US-Flotte.

Mullahs verurteilen Angriffe

Nach iranischen Angaben kam bei den jüngsten US-Luftangriffen in der südwestlichen Provinz Chuzestan mindestens ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.

Lesen Sie auch

Das iranische Außenministerium verurteilte die amerikanischen Angriffe scharf. Die jüngsten Militärschläge hätten sämtliche diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate »zunichte gemacht«, erklärte das Ministerium. Zudem warf Teheran Washington vor, durch sein Eingreifen erneut Unsicherheit in der Straße von Hormus geschaffen und den internationalen Schiffsverkehr gestört zu haben.

Seit Jahren überzieht das Mullah-Regime die Region mit Terror und droht Israel mit Vernichtung. Seine Proxies Hamas und Hisbollah griffen Israel immer wieder an. Diese Attacken gipfelten in den Massakern vom 7. Oktober.

Einschränkung der Angriffsfähigkeit

Die erneute Eskalation erfolgt, nachdem die USA bereits am Wochenende iranische Ziele bombardiert hatten. Washington begründete die Angriffe mit dem iranischen Beschuss eines unter zyprischer Flagge fahrenden Containerschiffs in der Straße von Hormus. Nach Angaben von CENTCOM dienen die Militärschläge dazu, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, zivile Schiffe und die internationale Handelsschifffahrt anzugreifen.

Unterdessen widersprechen sich Washington und Teheran weiterhin über die Lage in der strategisch wichtigen Meerenge. Während CENTCOM betont, die Straße von Hormus sei für den Schiffsverkehr geöffnet und der Iran kontrolliere die Wasserstraße nicht, erklärte Teheran, eine Durchfahrt sei derzeit nicht möglich.

Die Spannungen ließen auch die Ölpreise deutlich steigen: Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl legte zeitweise um mehr als 3,5 Prozent zu. im

Washington D.C.

Ein Begräbnis und ein Gipfeltreffen

Israels Premier Netanjahu und Ukraine-Präsident Selenskyj waren offiziell angereist, um an der Beerdigung von US-Senator Lindsey Graham teilzunehmen. Doch das Begräbnis wird auch für ein geopolitisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump genutzt

 29.07.2026

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Dresden

Petition wirft AfD Missbrauch der Marke Simson vor

Die Traditionsmarke Simson steht für eine erfolgreiche Firmengeschichte. Die AfD nutzt das positive Image, das stößt auf Widerstand

 28.07.2026

Terror

Nach dem CSD-Anschlag: Wo Berlin trauert

Blumen, Botschaften und Regenbogenflaggen: Im Berliner Tiergarten suchen Menschen Trost am Ort des Terroranschlags. Was ein Notfallseelsorger erzählt

 28.07.2026

Berlin

Bekennervideo des mutmaßlichen CSD-Attentäters auf Mobiltelefon entdeckt

Was ist in der Aufnahme zu sehen?

 28.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich als solche benannt werden – auch weil Muslime zu den ersten Opfern der Terroristen gehören

von Ali Ertan Toprak  28.07.2026

München

Deutsche Post will Davidstern-Briefmarke doch drucken

Die Poste lehnte eine Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« erst ab. Nach Kritik hat sie sich nun umentschieden

 28.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Rom

USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Jerusalem und der libanesischen Regierung. Die USA als Vermittler setzen vor allem auf den Erfolg sogenannter Pilotzonen

 28.07.2026

Washington D.C.

Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

»Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen«, sagt der amerikanische Präsident vor seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu

 28.07.2026