Nahost

US-Flugzeugträger soll in Haifa anlegen

Die USS Gerald R. Ford wurde am Montag vor Kreta fotografiert. Foto: picture alliance / REUTERS

Der größte Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, soll in den kommenden Tagen vor der israelischen Küste eintreffen und im Hafen von Haifa anlegen. Die Verlegung gilt als Teil einer umfassenden Verstärkung der US-Streitkräfte im Nahen Osten, während die Spannungen zwischen Israel und Iran weiter steigen und sich beide Seiten auf mögliche militärische Szenarien vorbereiten. Israelische und amerikanische Zeitungen berichteten.

Nach Angaben aus amerikanischen Militärkreisen wurden bereits zusätzliche US-Tankflugzeuge, Transportmaschinen sowie Versorgungsflugzeuge nach Israel verlegt. Sie sind an israelischen Flughäfen und sollen die logistische Unterstützung im Falle einer Eskalation sicherstellen. Die US-Marine selbst hat den genauen Zeitpunkt des Einlaufens des Trägers bislang nicht offiziell bestätigt, allerdings soll die Trägerkampfgruppe nach der Passage der Straße von Gibraltar bereits ins Mittelmeer eingelaufen sein.

Lesen Sie auch

Die Wahl des Hafens Haifa ist strategisch bedeutsam. Die Stadt beherbergt sowohl das Hauptquartier der israelischen Marine als auch die größte Ölraffinerie des Landes. Im jüngsten Krieg zwischen Israel und Iran im vergangenen Jahr war Haifa schwer getroffen worden: Raketenangriffe verursachten Schäden an Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden, zudem wurden Teile der Raffinerie zeitweise außer Betrieb gesetzt. Auch der Hafen selbst galt damals als potenzielles Ziel iranischer Drohungen.

Mit der Ankunft der USS Gerald R. Ford würde sich die Zahl der US-Soldaten in der Region weiter erhöhen. Bereits jetzt sind mehr als 40.000 amerikanische Militärangehörige in Stützpunkten und auf Schiffen im Nahen Osten stationiert. Durch die Trägerkampfgruppe würden mehrere Tausend weitere Soldaten hinzukommen.

In Beirut wurden derweil am Montag Dutzende nicht zwingend benötigte Mitarbeiter der US-Botschaft ausgeflogen. Es handele sich um »eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund erwarteter regionaler Entwicklungen«, hieß es aus dem US-Außenministerium. im

Terror

Israel: Wir wollen ein echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

Israel und der Libanon wollen erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Premier Netanjahu fordert als Ziel ein Friedensabkommen, das über Generationen halten soll

 13.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Krieg

USA und Iran ohne Einigung: Geht der Krieg jetzt weiter?

Verhandlungsmarathon, aber kein Deal - die Kriegsparteien Iran und USA konnten sich vorerst nicht auf einen Weg zum Frieden einigen. Was passiert jetzt?

von Sara Lemel  12.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Krieg

»Schlechte Nachrichten für Iran«: Friedensgespräche zwischen USA und Mullahs scheitern

Wie es nun weitergeht, ist unklar

von Gaby Mahlberg  12.04.2026

Beirut

Unruhe im Libanon: Protest gegen Gespräche mit Israel

Die libanesische Regierung hat seit langem Gespräche mit Israel gefordert. Nun soll es bald so weit sein. Anhänger der Terrormiliz Hisbollah gehen dagegen auf die Straße

 11.04.2026

Pakistan

USA und Iran verhandeln in Islamabad

Die Delegationen aus den USA und dem Iran sind mit langen Wunschlisten in die pakistanische Hauptstadt gekommen. Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs versprechen, schwierig zu werden

 11.04.2026

Armin Laschet im Deutschlandfunk

»Jetzt kommt wieder Ihre Israelphobie«

Im Interview wies der CDU-Politiker mit harschen Worten DLF-Moderator Thielko Grieß zurecht, welcher zuvor Israel scharf kritisiert hatte

von Michael Thaidigsmann  10.04.2026

Jerusalem

Israeli soll für Iran Anschlag auf Naftali Bennett geplant haben

Ein 22-jähriger Israeli soll für den iranischen Geheimdienst einen Anschlag auf Ex-Premier Naftali Bennett geplant und Sprengstoff hergestellt haben. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Verdächtige

 10.04.2026