Beirut

Unruhe im Libanon: Protest gegen Gespräche mit Israel

Am 11. April 2026 versammelten sich Anhänger der Hisbollah in Beirut.. Foto: picture alliance / SIPA

Hunderte Anhänger der proiranischen Terrormiliz Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen »Nieder mit Nawaf« mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen »Gott segne Nasrallah« und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: »Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.«

Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.

Nach Ende der Demonstration riefen die Hisbollah und die mit ihr verbündete Amal-Bewegung in einer gemeinsamen Erklärung ihre Anhänger dazu auf, in der aktuellen »heiklen Phase« auf Demonstrationen zu verzichten und betonten die Notwendigkeit, Stabilität und Frieden zu wahren. dpa/ja

Handelte es sich beim Nationalsozialismus um eine linke Ideologie?

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