BGH Karlsruhe

Urteil wegen Angriffs vor Hamburger Synagoge ist rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe Foto: imago images/Nicolaj Zownir

Das Urteil im Prozess um den Angriff auf einen jüdischen Studenten vor der Hamburger Synagoge ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revision des 30 Jahre alten Beschuldigten laut einer Mitteilung von Dienstag als unbegründet. Die Überprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler ergeben.

Kritik Das Landgericht Hamburg hatte den Deutsch-Kasachen im Februar wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt und in die Psychiatrie eingewiesen. Wegen einer psychischen Erkrankung hielt ihn die Richterin für schuldunfähig und erlegte ihm keine Haftstrafe auf. Auch erkannte sie kein antisemitisches Motiv seines Handelns. Das Urteil war bei der Jüdischen Gemeinde Hamburg auf heftige Kritik gestoßen.

Der Hamburger hatte sich am 4. Oktober vergangenen Jahres mit einem Taxi zur Synagoge fahren lassen. Dort schlug er einem jüdischen Studenten mit einem Kurzspaten seitlich von hinten an den Kopf und verletzte ihn lebensgefährlich.

Der 26-Jährige wollte gerade das Gelände der Synagoge betreten, wo eine Feier zum jüdischen Laubhüttenfest stattfinden sollte. Sicherheitskräfte der Polizei konnten den Angreifer überwältigen. Kurz nach seiner Festnahme hatten Ermittler in seiner Hosentasche einen Zettel mit einem aufgemalten Hakenkreuz gefunden. kna

Meinung

Die jüdischen Studierenden wurden vergessen

Der grassierende Antisemitismus an deutschen Hochschulen ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Dabei geht das Problem nicht nur uns Juden an

von Ron Dekel  26.02.2026

Washington D.C.

Fehlende FBI-Vermerke in Epstein-Akten sorgen für Streit

Offenbar fehlen zentrale Dokumente zu den Aussagen einer Frau, die den heutigen Präsidenten Donald Trump beschuldigt hatte, sie in den 1980er Jahren als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben

 26.02.2026

Basseterre

Vor Genfer Gesprächen: Rubio erhöht Druck auf Teheran

Die Weigerung des iranischen Regimes, über sein Raketenarsenal zu sprechen, stelle ein »großes Problem« dar, so der US-Außenminister

 26.02.2026

Iran

Trump-Berater bevorzugen israelischen Erstschlag

Vertraute des US-Präsidenten machen sich bereits Gedanken, wie sie die Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung für einen Angriff gewinnen könnten

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Eckernförde

Deutschland erhält autonomes Spionage-U-Boot aus Israel

Der unbemannte »BlueWhale« wird von Israel Aerospace Industries (IAI) gemeinsam mit dem deutschen Schiffbaukonzern Thyssenkrupp hergestellt

 25.02.2026

Washington D.C.

Fehlende Epstein-Akten zu Trump? Demokraten wollen Antworten

Das US-Justizministerium betont: »Wir haben nichts gelöscht.« Doch laut Demokraten fehlen in den veröffentlichten Akten Dokumente, die Verstrickungen Trumps zeigen sollen

 25.02.2026

Gedenkstätten

Panse: Israelkritik in Buchenwald ist »geschichtsvergessen«

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse kritisiert geplante israelfeindliche Aktionen beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald scharf. Mit einer öffentlichen Diskussion will er auf Aufklärung setzen

 25.02.2026

Wiesbaden

Deutschlandweiter Schlag gegen Hass und Hetze im Netz

Hitlergruß, Hakenkreuze, Hetze: Polizisten gehen in allen 16 Bundesländern gegen mutmaßliche politische Kriminalität im Netz vor. Rund 140 Ermittlungsverfahren laufen. Was steht besonders im Fokus?

 25.02.2026