»Bus der Begegnungen«

Unterwegs für die Demokratie

Der Tank ist voll, und die Reifen sind aufgepumpt: Am Montagvormittag ist der »Bus der Begegnungen« zu seiner großen Deutschlandtour aufgebrochen. »Wir wollen mit den Menschen in diesem Land ins Gespräch kommen und herausfinden, was sie bewegt, und welche Sorgen und Ängste sie haben«, sagte Shai Hoffmann, einer der Projektinitiatoren, vor der Abfahrt des roten Doppeldeckerbusses am Bundestag.

Die Initiative »Offene Gesellschaft« will mit dem Bus bis zum 17. September durch Deutschland fahren, um für ein friedliches Miteinander und Toleranz zu werben.

Bürger Die 20 ehrenamtlichen Teilnehmer wollen in verschiedenen Städten bei Kaffee und Kuchen und gemeinsamen Kochabenden mit Bürgern über die bevorstehenden Bundestagswahlen sowie ihre Wünsche an die Politik sprechen.

Stopps sind unter anderem in Chemnitz, Apolda, Kassel, Dortmund und Neubrandenburg geplant. Mit der Aktion wollen die Initiatoren parteiunabhängig ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit und antidemokratische Stimmungsmache setzen. »Wir müssen aus unseren persönlichen ›Filterblasen‹ heraustreten, um zu erfahren, was in Deutschland gut läuft und was sich ändern soll«, so Hoffmann.

Er freue sich auf anregende Gespräche. »Natürlich stelle ich mich auch auf sehr schwierige Diskussionen ein. Solange niemand gewalttätig wird oder rassistische Sprüche loslässt, empfangen wir ihn aber mit offenen Armen«, sagte Hoffmann.

www.bus-der-begegnungen.de

Davos

Israels Präsident sieht iranische Führung als sehr fragil

Israels Präsident Herzog nimmt die iranische Führung nach den Massenprotesten als geschwächt wahr. Warum er trotzdem vor zu viel Optimismus warnt und internationale Unterstützung fordert

von Sara Lemel  22.01.2026

Davos

Trump gründet »Friedensrat«

US-Präsident Trump und weitere Staatenlenker unterzeichneten das Gründungsdokument des umstrittenen neuen Gremiums. Israel nahm an der Zeremonie nicht teil, will aber Mitglied des Rates werden

 22.01.2026

Diplomatie

Papst ernennt neuen Botschafter für Israel

Erst seit 1994 haben der Vatikan und Israel volle diplomatische Beziehungen. Der Botschafter des Papstes dort ist zugleich auch Delegat für Palästina. Nun hat der Papst einen Wechsel vorgenommen

 22.01.2026

Ulm/Stuttgart

Anklage nach Angriff auf israelischen Rüstungskonzern

Bekennervideos, zerstörte Labore und Proteste gegen ein Unternehmen aus Israel: Was den fünf Angeklagten vorgeworfen wird

 22.01.2026

NRW

Einladung von Terrorunterstützerin: Jüdische Gemeinde fordert Konsequenzen

In einer Presseerklärung wird eine Abberufung der Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf, Donatella Fioretti, gefordert

von Imanuel Marcus  22.01.2026

Washington D.C.

USA wollen israelfeindlichen Aktivisten nach Algerien abschieben

Der frühere Student Mahmoud Khalil wird von den Behörden als Hamas-Unterstützer eingestuft. Seine Abschiebung sei auch eine Mahnung an Nicht-Staatsbürger im Land

 22.01.2026

Berlin

Linkes Bündnis will akademischen Boykott Israels

Ein linkes Bündnis will einen Boykott israelischer Wissenschaftler organisieren. Am Wochenende soll nun eine umstrittene Konferenz dazu stattfinden

 22.01.2026

Award

»Auch wenn es dunkel ist« ist Hörspiel des Jahres 2025

Das Hörspiel »Auch wenn es dunkel ist. Berichte vom 7. Oktober« gibt Opfern des Überfalls der Hamas auf Israel 2023 eine Stimme. Das Dokumentarstück interpretiere nicht und klage nicht an, lobte die Jury

 22.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die umstrittene ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an. In allen Kategorien dominieren die Öffentlich-Rechtlichen. Zugleich gibt es Kritik an zahlreichen Leerstellen

von Jana Ballweber  22.01.2026