New York

UN-Chef hofft auf Treffen des Nahost-Quartetts

Antonio Guterres in der New Yorker Park-East-Synagoge (Archiv) Foto: imago/ZUMA Press

UN-Generalsekretär António Guterres sieht nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten eine Chance auf die Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses. Ein Treffen des Nahost-Quartetts aus USA, Russland, EU und UN wolle er schon »in den nächsten paar Wochen sehen«, sagte Guterres am Mittwoch in einem Interview der »Washington Post«.

Dabei hob der UN-Chef hervor, die unter US-Präsident Donald Trump erreichte Aufnahme von Beziehungen sei ein weiterer Hebel zur Ausübung von Druck auf Israel.

NORMALISIERUNG »Die Normalisierung der Beziehungen zu den Ländern der Region und insbesondere zu den Ländern des Golfs ist auch für die israelische Wirtschaft von enormer Bedeutung«, so Guterres weiter. Es gebe »eine Reihe von Umständen«, die ein günstigeres Umfeld für eine positive Einstellung von Israelis und Palästinensern schaffen könnten.

Die USA unter Führung des neuen US-Präsidenten Joe Biden hatten sich zuletzt wieder zur Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten bekannt und würden bei einem neuen Anlauf für Frieden in der Region eine zentrale Rolle spielen. dpa

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Brüssel

EU setzt nach Wahl in Israel auf enge Zusammenarbeit

Nach der Parlamentswahl in Israel stehen Verhandlungen über die nächste Regierung an. Die EU will mit ihr zusammenarbeiten – und zugleich bestehende Meinungsverschiedenheiten offen ansprechen

 28.10.2026

Meinung

Alice Weidel und die AfD-Leaks

Einer Partei, in deren Reihen NS-Verbrechen relativiert werden, dürfen der Schutz jüdischen Lebens und die Pflege der Erinnerungskultur niemals anvertraut werden.

von Michaela Dudley  28.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

So geht es im Streit um Vanessa Emde weiter

Die Linke tut sich schwer, einen Umgang mit der israelfeindlichen Abgeordneten zu finden, die sich über Fraktionsentschlüsse hinwegsetzt. »Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit«, heißt es aus der Partei

 28.10.2026

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026