Washington D.C.

Trump über Chamenei-Sohn: »Wird nicht in Frieden leben«

Präsident Donald Trump am Montag (Ortszeit) in einem venezolanischen Restaurant in Miami Foto: picture alliance / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als »enttäuschende« Wahl bezeichnet und angedeutet, dass dieser mit großen Schwierigkeiten rechnen müsse. »Ich glaube nicht, dass er in Frieden leben kann«, sagte der Republikaner im US-Sender Fox News, nannte jedoch keine Details. 

Bereits am Montag (Ortszeit) hatte er im US-Bundesstaat Florida gesagt: »Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird.« Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: »Ich denke, sie haben einen großen Fehler gemacht. Ich weiß nicht, ob das von Dauer sein wird.« Ali Chamenei war zu Kriegsbeginn getötet worden

Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

Lesen Sie auch

Gefragt nach seiner Vorstellung einer Führung für den Iran sagte Trump, er möge die Idee einer »internen« Lösung, weil sie gut funktioniere. Erneut verwies er auf den von den USA herbeigeführten Wechsel an der Regierungsspitze Venezuelas, wo die vorherige Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez das Ruder übernommen hat. Sie sei als Präsidentin des Landes »sehr respektiert« und mache »einen tollen Job«. 

Ganz anders sei es dagegen im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein gelaufen: Dort seien alle Führungskräfte von Militär und Politik »gefeuert« worden und niemand übriggeblieben - mit der Folge, dass die Terrormiliz IS die Kontrolle übernommen habe, sagte Trump: »Das wollen wir nicht.« dpa

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Kunstwelt

»100 Euro für einen Picasso«

Der französische Informatiker Ari Hodara über den unerwarteten Gewinn eines Millionen Euro teuren Gemäldes

von Nicole Dreyfus  27.04.2026

Berlin

Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen

Der Bundesaußenminister reist zu den Vereinten Nationen nach New York. Im Zentrum des Besuchs steht der Iran-Krieg. Doch es geht auch um die Rolle der Weltorganisation insgesamt

 27.04.2026

Hamburg

Mutmaßlicher Block-Entführer: »Ich bin kein Verbrecher«

Er ist ein weiterer mutmaßlicher Entführer der Block-Kinder, den das Landgericht befragt. Der Israeli berichtet, was seine Aufgabe bei der Rückholaktion war

 27.04.2026

Brüssel

Von der Leyen: Lockerung von Iran-Sanktionen wäre verfrüht

Der Kanzler stellt dem Iran eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht, wenn Teheran eine Reihe von Bedingungen erfüllt. In der EU stößt er damit auf Skepsis

 27.04.2026

Stuttgart

Skandal im Gericht: Anwälte proben Aufstand

Israelfeindliche Aktivisten stehen in Stammheim vor Gericht. Der Auftakt wird zum Eklat. Gericht und Verteidigung geraten beispiellos aneinander

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran bietet USA Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus an

Gerade hatte Präsident Trump seine Vermittler zurückgerufen, als Teheran einen Vorschlag unterbreitete. Dieser klammert das iranische Atomprogramm vorerst aus

 27.04.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026