New York

Trump: »Kompletter Sieg« über Irans Atomprogramm innerhalb von zwei Wochen

US-Präsident Donald Trump am frühen Morgen (Ortszeit) am John F. Kennedy Airport in New York Foto: picture alliance / AP Photo/Mark Schiefelbein

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Vereinigten Staaten würden in etwa zwei Wochen einen »kompletten Sieg« über das iranische Atomprogramm erklären. Die Aussage fiel am Montag (Ortszeit) im Rahmen einer digitalen Wahlkampfveranstaltung zur Unterstützung des republikanischen Senators Lindsey Graham.

Trump betonte dabei erneut seine harte Linie gegenüber Teheran. Wörtlich sagte er: »Der Iran kann keine Atomwaffe haben. So einfach ist das. Sie können sie nicht haben, die Zerstörung ist so mächtig, sie können keine Atomwaffe haben.«

Nach Darstellung des Präsidenten steht der Konflikt mit dem Iran kurz vor einem entscheidenden Punkt. Bald werde sich der Erfolg seiner Politik zeigen. »Wir sind ein sehr starkes Team gewesen, und ich denke, wir gewinnen diese Auseinandersetzung. (...) Es wird sehr bald passieren. Und die Ölpreise werden deutlich fallen«, sagte Trump weiter.

Lesen Sie auch

Parallel dazu äußerte sich Trump auch zur Möglichkeit eines erneuten militärischen Konflikts zwischen Israel und Iran. Auf eine Frage des US-Senders Sky News, ob die USA Israel unterstützen würden, falls Premierminister Benjamin Netanjahu erneut einen Krieg beginne, sagte der Präsident: »Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Es läuft alles sehr gut. Der Iran tut, was er tun muss. Ich glaube nicht, dass das passieren wird, ok?«

Zuvor hatte Trump nach erneuten gegenseitigen Angriffen zwischen Israel und Iran öffentlich dazu aufgerufen, die Kämpfe sofort zu beenden. Auf einer Social-Media-Plattform schrieb er: »Israel und Iran müssen sofort aufhören zu ›schießen‹.« Zum jüngsten Bruch der zuvor vereinbarten Waffenruhe war es gekommen, nachdem der Iran erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert hatte und Israel darauf mit Gegenschlägen reagierte.

Aus israelischen Regierungskreisen hieß es später, man habe auf Wunsch Trumps entschieden, einen geplanten Gegenangriff auf den Iran zu stoppen. Nach Einschätzung eines hochrangigen israelischen Vertreters ist die aktuelle Eskalationsrunde damit beendet. im

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich nur in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Studie

Judenhass ist »alltagsprägend« - auch in Baden-Württemberg

Antisemitische Vorfälle in Baden-Württemberg wurden 2025 erstmals systematisch ausgewertet. 335 wurden registriert. Es gab sie im Alltag von Jüdinnen und Juden wie in Sozialen Medien - und sogar im Bildungssektor

von Norbert Demuth  13.07.2026

Berlin

Studentenparlament der Humboldt-Universität fordert akademischen Boykott Israels

In einem Antrag wird die Uni aufgefordert, bestehende Kooperationen mit israelischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu beenden

 13.07.2026

Interview

»Würde mit Davidstern-Kette nicht in bestimmte Stadtviertel«

Die Bundesfamilienministerin (CDU) über Einsparungen in ihrem Ressort, das Programm »Demokratie leben« und ihre persönliche Betroffenheit vom wachsenden Antisemitismus in Deutschland

von Alexander Riedel, Birgit Wilke  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026

Berlin

Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen Anschlägen in Deutschland

Eine iranische Tageszeitung ruft einer Online-Grafik zu Vergeltung gegen westliche Politiker auf. Unter den gezeigten Köpfen ist auch Kanzler Merz. Mehrere Politiker reagieren besorgt

 13.07.2026

Brüssel

Konferenz in Brüssel bringt fast 900 Millionen Euro für Gaza

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Kann eine Gebergruppe helfen?

 13.07.2026

London

Großbritannien plant härteres Vorgehen gegen Revolutionsgarden

Mit einem neuen Sicherheitsgesetz will London härter gegen von feindlichen Staaten gelenkte Gruppen vorgehen. Auch lebenslange Haftstrafen sind möglich

 13.07.2026

Bericht

Zahl antisemitischer Straftaten in NRW steigt deutlich an

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der antisemitischen Straftaten 2025 auf einen Höchststand gestiegen. So verzeichnete die Statistik zu politisch motivierter Kriminalität 786 Straftaten, die offenbar aus Hass gegen Juden verübt wurden

 13.07.2026