Teheran

Stimmen aus Teheran

Iraner fahren und laufen am Montag an einem überdimensionalen Bild des zwei Tage zuvor getöteten Regimeführers Ali Chamenei vorbei. Foto: picture alliance / via REUTERS

Israel und die USA fliegen seit Samstag Angriffe gegen das iranische Regime. Ziel ist es, die von dessen Atom- und Raketenprogrammen ausgehende Gefahr zu beenden. Auch die finanzielle Unterstützung, die Teheran Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah sowie den Huthi zukommen ließ, soll beendet werden.

Im Iran selbst gibt es verschiedene Reaktionen der Menschen. Aufnahmen aus Teheran zeigten, wie Einwohner den israelisch-amerikanischen Krieg gegen das Mullah-Regime feiern. Andere Teheraner äußern Befürchtungen.

Armin ist Staatsangestellter und macht sich Sorgen über eine unklare politische Zukunft. »Derzeit ist die Wirtschaft des Landes praktisch stillgelegt«, sagt er. »Wenn dieser Zustand andauert, wird er viele Probleme für die Menschen mit sich bringen« fürchtet der 33-Jährige.

Gefahr eines Bürgerkriegs

Er glaubt, dass die USA und Israel ihre Angriffe bis zum Sturz der iranischen Führung fortsetzen werden. »Aber das Hauptproblem beginnt nach dem Sturz«, sagt er. Er denkt dabei an politische Unsicherheit, an eine Führung die militärisch um sich schlägt. Armin bereiten Machtkämpfe Sorgen und die Gefahr eines Bürgerkriegs.

Lesen Sie auch

Mariam, eine 28 Jahre alte Friseurin in Teheran, ist hoffnungslos. »Das Regime hält letztlich höchstens zehn Tage durch«, meint sie. Dann könnte ein Waffenstillstand ausgehandelt werden, glaubt sie. »Am Ende kommt ein neuer Führer mit denselben bisherigen Denkweisen an die Macht und die Menschen sind gezwungen, mit der schrecklichen Inflation nach dem Krieg weiterzuleben«, fürchtet sie.

Sie geht davon aus, dass die Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei den Iran vor allem schwächen sollte, »isolierter als zuvor, ohne nukleare Anlagen und Raketenfähigkeit.«

Ali (20) ist Student. Auch er hat Angst vor einer ungewissen Zukunft. Er glaubt nach Chameneis Tötung an eine Verschwörung. »Meiner Meinung nach war das Regime bereit, um sein eigenes Überleben zu sichern, den Führer zu opfern.« Er glaubt, dass sich Irans Führung nach dem Krieg den Forderungen der USA unterwerfen wird. dpa/ja

Berlin

»Clanbosse gehören hinter Gitter, nicht auf Wahlpartys«

Die Linke steht nach den zahlreichen Antisemitismusvorfällen in der Partei nun wegen zwei Besuchern in der Kritik, die der organisierten Kriminalität und dem gegen Israel gerichteten Terrorismus zuzuordnen sind

 21.09.2026

Berlin

»Dass Herr Remmo sich freut, das ist ja wohl klar«

Jetzt äußert sich Berlins Innensenatorin Spranger zum Besuch des arabischstämmigen Remmo-Clans-Chef bei einer Wahlveranstaltung des möglichen Koalitionspartners Die Linke

 21.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Wahl in Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

Präsident Josef Schuster hat sich trotz des Wahlsiegs der Partei Die Linke in Berlin dagegen ausgesprochen, diese mit Regierungsverantwortung zu betrauen

 20.09.2026

Landtagswahlen

Merz: CDU-Ergebnis in MV »ein Desaster«

Die CDU muss bei den Wahlen zu den Landesparlamenten in der Hauptstadt und im Nordosten Verluste einstecken. Der Kanzler und Parteivorsitzende äußert sich gleich kurz nach Schließung der Wahllokale

 20.09.2026

Landtagswahl

Hochrechnungen: Linke bei Berlin-Wahl klar vor CDU

In den Umfragen lagen Linke und CDU zuletzt in etwa gleichauf. Nach den ersten Zahlen deutet sich ein deutlicher Gewinner an

 20.09.2026 Aktualisiert

Landtagswahl

Hochrechnungen: AfD knapp vor SPD in MV - CDU zittert

In Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer SPD in den vergangenen Wochen eine Aufholjagd hingelegt. Nach ersten Zahlen verfehlt ihre Partei dennoch Platz eins

 20.09.2026 Aktualisiert

Nahost

Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Nach der Blitzoffensive der Huthi laufen die Gefechte im jemenitischen Gebirge weiter. Einen strategischen Erfolg kann aber keine der Konfliktparteien erreichen

 20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026