Zehn Transportmaschinen der US-Luftwaffe sind nach einem Bericht des israelischen Senders KAN auf Militärflugplätzen im Süden Israels eingetroffen. Die Ankunft steht demnach im Zusammenhang mit einer größeren Verlegung amerikanischer Militärausrüstung in den Nahen Osten. Hintergrund sind wachsende Spannungen mit dem Iran und Berichte über mögliche begrenzte Militärschläge gegen das Regime in Teheran.
Die Flugzeuge sollen vom US-Stützpunkt Fort Bliss im Bundesstaat Texas gestartet sein. Nach Einschätzung von KAN könnten sie insbesondere Flugabwehrsysteme und Abfangraketen an Bord gehabt haben. Fort Bliss verfügt über eines der größten Lagerbestände der amerikanischen Streitkräfte an Luftverteidigungsausrüstung. Denkbar sei deshalb, dass die USA ihre Bestände an Abfangmunition für Systeme wie THAAD und Patriot in Israel aufstocken.
Die Maschinen landeten laut dem Bericht auf den Luftwaffenstützpunkten Ovda und Nevatim. Letzterer spielt eine wichtige Rolle für die israelische Luftwaffe und beherbergt mehrere Staffeln mit F-35I-Kampfjets.
Zusätzlicher Flugzeugträger
Die Verlegung beschränkt sich offenbar nicht auf Israel. Weitere Flugzeuge des amerikanischen Transportverbands sollen in Jordanien, Katar und Saudi-Arabien angekommen sein. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Washington zusätzliche Patriot-Systeme in die Region verlegt hat. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer möglichen weiteren Eskalation mit dem Iran.
Laut KAN stehen die USA und Israel wegen der Lage im Iran in engem Kontakt. Gleichzeitig gibt es Berichte über eine weitere Verstärkung der amerikanischen Marinepräsenz. Ein zusätzlicher Flugzeugträger soll demnach in den Nahen Osten entsandt werden.
Weitere Informationen des Senders deuten darauf hin, dass amerikanische Streitkräfte im gesamten Nahen Osten ihre Munitions- und Waffenbestände auffüllen.
Die militärischen Vorbereitungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem aus Washington Warnungen vor einem möglichen kurzen und gezielten Krieg gegen den Iran zu hören sind. Eine endgültige Entscheidung über ein militärisches Vorgehen Trumps liegt aber offenbar nicht vor. im