Teheran

Sicherheitsbedenken im Iran vor Beisetzung von Khamenei

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei wurde bei einem Luftschlag getötet. Foto: picture alliance/dpa

Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen – darunter auch Mojtaba Khamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt.

Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: »Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot.«

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Wegen der Sicherheitslage gibt es bislang keinen genauen Zeitplan für die Zeremonien. Khamenei, der bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war, soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten eine heilige Stätte. Zuvor soll es in der Hauptstadt Teheran eine große Trauerzeremonie geben. 

Hinzu kommen laut Medienberichten auch logistische Probleme. Seit den Angriffen auf den Teheraner Binnenflughafen Mehrabad finden keine Flüge mehr statt. Mit dem Auto würde die fast 900 Kilometer lange Strecke von Teheran nach Maschhad rund zehn Stunden dauern. Allerdings sind die Routen bekannt und Fahrzeuge könnten gezielt angegriffen werden. Auch die Zugverbindungen im Land sind seit den Angriffen stark eingeschränkt. dpa

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