Berlin

Senat macht Weg für Yad-Vashem-Straße frei

Die Pläne zur Benennung einer Berliner Straße nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte nehmen Gestalt an.

Der Berliner Senat hat den Weg für eine Yad-Vashem-Straße im Herzen der Hauptstadt freigemacht. Konkret geht es um einen Teil der Dorotheenstraße im Stadtteil Mitte. Die Umbenennung zwischen Wilhelmstraße im Osten und Friedrich-Ebert-Platz im Westen soll vom zuständigen Bezirk auf den Weg gebracht werden, wie die Senatskanzlei am Dienstag nach der wöchentlichen Beratung der Senatorinnen und Senatoren mitteilte. Die Umbenennung wird zum 20. Januar 2027 angestrebt, dem 85. Jahrestag der Wannseekonferenz.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonte, mit der Umbenennung eines Abschnitts der Dorotheenstraße erhalte die Gedenkstätte Yad Vashem einen besonderen Ort mitten im Regierungsviertel. Berlin zeige damit deutlich, dass die Erinnerung an die Schoah ein fester und unverrückbarer Teil der Geschichte bleibe. »Gleichzeitig würdigen wir alle Menschen, die sich heute und in Zukunft für die Arbeit dieser wichtigen Einrichtung einsetzen«, fügte der Regierende Bürgermeister hinzu.

Der Vorsitzende des Freundeskreises Yad Vashem, Kai Diekmann, begrüßte die Entscheidung des Senats zur Straßenumbenennung. »Damit setzt Berlin ein starkes Zeichen gegen Judenhass und für die Wahrung der Erinnerung an das in deutschem Namen verübte Menschheitsverbrechen«, sagte Diekmann laut einer Pressemitteilung des Freundeskreises.

Auch Bundestag dafür

Die Straßenumbenennung war zuvor auch vom Ältestenrat des Bundestages befürwortet worden, der Anrainer der bisherigen Dorotheenstraße ist. Die Initiative kam Anfang 2024 vom deutschen Freundeskreis Yad Vashem. Yad Vashem wurde 1953 vom israelischen Parlament zur Dokumentation des Holocausts in Jerusalem gegründet.

Lesen Sie auch

Bei der Wannseekonferenz schufen die Teilnehmer am 20. Januar 1942 die organisatorischen und administrativen Voraussetzungen für den Holocaust, den Völkermord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden mit industriellen Mitteln. epd/ja

Kommentar

Absage an Danger Dan und Igor Levit: Das ZDF hat absolut richtig gehandelt

Nicht alles, was nicht justiziabel ist, muss auch gesendet werden. Schon gar nicht unverhohlene Aufrufe zur linksextremen Gewalt und Verherrlichung der »Hammerbande«-Terroristen

von Philipp Peyman Engel  17.07.2026 Aktualisiert

Rechtsterrorismus

NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft verurteilt

Im Prozess gegen Susann E. in Dresden ist das Urteil gesprochen. Weil sie der NSU-Terroristin Beate Zschäpe mit ihrem Ausweis und ihrer Krankenkassenkarte aushalf, wurde sie verurteilt. In Haft muss sich nicht.

 17.07.2026

Frankfurt am Main

»Widerstand ist Völkerrecht«-Demo darf stattfinden

Laut Staatsanwaltschaft liegt trotz des Demo-Mottos »Palästina darf sich wehren, auch mit Steinen und mit Gewehren« keine Volksverhetzung vor

 17.07.2026

Mainz

»Mutlos«: »Anstalt« reagiert auf Ausladung von Danger Dan

Die Macher der Satiresendung kritisieren die Entscheidung des ZDF deutlich. Auch der Musiker selbst meldet sich nochmal zu Wort - es geht auch um das Thema Gewalt

 17.07.2026

Berlin

SPD-Arbeitskreis fordert Ende deutscher Blockade gegen EU-Kurs zu Israel

»Es ist nicht glaubwürdig, wenn deutsche Waffen dazu dienen, die humanitäre Katastrophe zu verlängern«, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner

 17.07.2026

Washington D.C.

Trump-Nachfolge: Juden wenden sich von Vance ab, setzen auf Rubio

Zu den Gründen für den Vertrauensverlust gehören Vorstöße Vances gegen israelische Regierungsvertreter. Rubio hingegen hat schon immer Unterstützung für Israel gezeigt

 17.07.2026

Reform

Die Rente ist sicher

Trotz Stimmungstief in Deutschland: Die Vorschläge der Alterssicherungskommission weisen in die richtige Richtung

von Ayala Goldmann  17.07.2026

TV

Danger Dan contra ZDF: Ein Songtext und seine Folgen

Die Satiresendung »Die Anstalt« beschäftigt sich mit Radikalisierung. Der Rapper Danger Dan, der sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus engagiert, sollte auftreten. Doch das ZDF lädt ihn aus

 17.07.2026

Budva

Israelis in Montenegro attackiert: Opfer berichtet von gebrochenem Kiefer

Einer der betroffenen Touristen: »Sie beschimpften uns, traten uns und warfen Stühle nach uns.«

 17.07.2026