Wahlen

Zentralrat der Juden warnt vor AfD: »Keine Annäherung an Rechtsextreme«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: imago images / epd

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor der AfD gewarnt. »Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird für das demokratische Zentrum unseres Landes zur Bewährungsprobe«, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). AfD-Politiker wie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund oder Landes-Vize Hans-Thomas Tillschneider seien erklärte Gegner der offenen Gesellschaft. 

»In zentralen Politikfeldern streben sie radikale Kurswechsel an, die, etwa im Bereich der Erinnerungskultur, einer Aufkündigung unseres bundesrepublikanischen Konsenses gleichkommen würden«, sagte Schuster. Er sehe die Parteien des demokratischen Zentrums nun in der Pflicht. 

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Parteien des demokratischen Zentrums nun in der Pflicht

Sie seien gefordert, die Sorgen und Nöte der Menschen zu adressieren und ernst zu nehmen. »Zugleich darf es aus reinem Machtkalkül heraus keinerlei Annäherung an Rechtsextreme geben - der sogenannten Alternative für Deutschland darf nach der Wahl an keiner Stelle politische Verantwortung für unsere liberale Demokratie und unsere offene Gesellschaft übertragen werden.«

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist am 6. September. In Umfragen liegt die AfD dort deutlich vorn. dpa

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