Salomon Korn, ehemaliger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt, wird in der kommenden Woche mit dem Ignatz-Bubis-Preis ausgezeichnet. Bei der Verleihung in der Paulskirche am Montag soll Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) die Auszeichnung überreichen, wie die Stadt mitteilte. Die Laudatio hält Dieter Graumann, Ex-Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Anschließend werde sich Korn noch in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Der 82-Jährige erhielt bereits 2009 den Hessischen Kulturpreis und 2017 die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen.Der Ignatz-Bubis-Preis wurde 2001 ins Leben gerufen und wird alle drei Jahre, möglichst am Geburtstag des Namensgebers - dem 12. Januar - vergeben. Geehrt werde eine Einzelperson, eine Institution oder Organisation, deren öffentliches Wirken durch die von Ignatz Bubis verkörperten Werte geprägt sei, heißt es. Der jüdische Unternehmer und Politikers Bubis (1927-1999) war Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland.
Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeister Andreas von Schoeler und Walter Wallmann, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie die Holocaustüberlebende Trude Simonsohn. dpa