München

Steinwurf auf israelisches Generalkonsulat: Beschuldigter in U-Haft

Generalkonsulat des Staates Israel in München (Archiv) Foto: picture alliance / dpa

Ein 24-Jähriger, der am vergangenen Samstag das israelische Generalkonsulat in München angegriffen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Gegen den jemenitischen Staatsangehörigen sei am Mittwoch Haftbefehl erwirkt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit. Dem Mann werde die Störung des öffentlichen Friedens, der tätliche Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Aufgrund der besonderen Bedeutung des Falles hat der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz bei der Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen.

Der Beschuldigte soll am 7. März mehrere faustgroße Steine gegen die Fassade des Generalkonsulats geworfen und »Allahu Akbar« gerufen haben. Den herbeigeeilten Polizeibeamten habe er zu verstehen gegeben, dass er Sprengstoff mit sich führe und viele Menschen töten wolle, teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit.

Sachschaden von 1.000 Euro

Bei der Festnahme soll er die Polizeibeamten getreten haben, verletzt worden sei jedoch niemand. Die Beamten hätten den Beschuldigten jedoch nur unter »erheblichem Kraftaufwand« festnehmen können. Spezialkräfte der Polizei hätten schließlich eine Gefahrenlage ausschließen können.

An der Fassade des israelischen Generalkonsulats sei ein Sachschaden von rund 1.000 Euro entstanden. Der Beschuldigte befindet sich derzeit in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Vorfall hatte Erinnerungen an den 5. September 2024 wachgerufen, als der 18-jährige Österreicher Emrah I. am israelischen Generalkonsulat in München aus Hass auf Israel mehrere Schüsse abgegeben hatte. Die Polizei tötete den Angreifer. In direkter Nähe zum Generalkonsulat befinden sich das NS-Dokumentationszentrum und das Amerika-Haus. epd

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