Dresden

Sächsischer Antisemitismus-Beauftragter will Prävention stärken

Thomas Feist Foto: Laurence Chaperon

Bei der Bekämpfung von Antisemitismus setzt der sächsische Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist, auf mehr Prävention. Dazu soll unter anderem die Fortbildung von Lehrern erweitert werden, wie Feist am Montag in Dresden mitteilte. Zudem wolle er die Jugendarbeit der Jüdischen Gemeinden stärker unterstützen.

Sorge Er sehe es mit Sorge, dass es auch in Sachsen immer wieder antisemitische Vorfälle gebe, die tendenziell zunähmen, erklärte Feist. Allein im Juli seien im Freistaat sieben Fälle gemeldet worden. Zumeist habe es sich um gerufene oder geschmierte Parolen gehandelt. Es werde gegen sieben Tatverdächtige ermittelt.

Um antisemitische Straftaten besser verfolgen zu können, habe Feist mit der Generalstaatsanwaltschaft vereinbart, ein effektives Melde- und Strafverfolgungssystem zu etablieren, hieß es.

Ehrenamt Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Feist war im März zum ersten sächsischen Beauftragten für jüdisches Leben berufen worden. Das Amt ist beim sächsischen Kultusministerium angesiedelt, der Beauftragte arbeitet ehrenamtlich.

Zu seinen Zielen zählt neben der Bekämpfung von Judenfeindlichkeit auch die Pflege der Erinnerungskultur und des historischen Erbes. Die jüdischen Gemeinden in Chemnitz, Dresden und Leipzig haben aktuell rund 2.600 Mitglieder. epd

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 18.01.2026

Nahost

Staatschefs zum »Gaza-Friedensrat« eingeladen

Der »Friedensrat« ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza

 17.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  16.01.2026

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026