Sport

Roger Waters darf Rafael Nadal ehren

Der Musiker Roger Waters und die Schauspielerin Léa Seydoux mit dem begehrten Pokal Foto: dpa

Den begehrten »La Coupe des Mousquetaires«, den Siegerpokal des Tennisturniers Roland Garros in Paris, durfte am Sonntagnachmittag Roger Waters in die Arena tragen.

Der frühere Pink-Floyd-Sänger, der seit Längerem als Aktivist der antiisraelischen BDS-Bewegung bekannt ist und bei dessen Show ein Schwein mit einem Davidstern über die Bühne schwebt, hielt sich gerade in Paris auf und schaute sich das Finale der French Open an.

herrenfinale Das Herrenfinale gewann der Spanier Rafael Nadal gegen den Österreicher Dominic Thiem in drei Sätzen – 6:4, 6:3 und 6:2. Es war Nadals elfter French-Open-Sieg und sein 17. Grand-Slam-Titel der Karriere.

Roger Waters trug während des Spiels eine Kufiya, den sogenannten Palästinenserschal. Mit dem Pokal, der an die »Vier Musketiere« – die Tennisprofis der 20er-Jahre – Jean Borotra, Jacques Brugnon, Henri Cochet und René Lacoste erinnert, wird traditionell der Sieger des Herrenfinales geehrt.

Das französische jüdische Onlinemagazin »Le Monde Juif« verwies darauf, dass das Stade Roland Garros, in dem das weltberühmte Tennisturnier ausgetragen wird, eine »dunkle Geschichte« hat: Im Oktober 1939 wurde es als Transitlager für Ausländer, darunter viele Juden, genutzt. ja

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026