Moskau

Putin sichert Modschitaba Chamenei Russlands Unterstützung zu

Präsident Wladimir Putin Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschitaba Chamenei zur Ernennung zum neuen Obersten Führer Irans gratuliert. »Jetzt, da der Iran mit bewaffneter Aggression konfrontiert ist, wird Ihre Arbeit in diesem hohen Amt sicher viel Mut und Selbstaufopferung erfordern. Ich bin sicher, dass Sie das Werk Ihres Vaters mit Ehre fortsetzen und das iranische Volk angesichts der schweren Prüfungen zusammenhalten werden«, hieß es in dem vom Kreml veröffentlichten Schreiben.

Russland pflegt zum Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide Länder hatten im vergangenen Jahr auch eine strategische Partnerschaft besiegelt, die auch eine militärische Zusammenarbeit, aber - anders als zwischen Russland und Nordkorea - keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der Länder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger Rüstungskunde Russlands.

»Ich möchte unsererseits unsere unveränderte Unterstützung für Teheran und unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden bekräftigen. Russland war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik«, schreibt Putin weiter. »Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und Kraft.« 

Russland verurteilt Vorgehen der USA und Israels

Der Kremlchef hatte die Tötung von Modschitaba Vater Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran scharf verurteilt. Modschitaba Chamenei überlebte den Angriff am 28. Februar, verlor dabei jedoch seine Frau und einen Sohn.

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Der russische Botschafter in Großbritannien, Andrej Kelin, drückte in einem Interview des Senders Sky News, Teheran sein Mitgefühlt aus. Er kritisierte die Angriffe auf den Iran als »unfair«. »Wir sind nicht neutral«, sagte der Diplomat. Gleichwohl unterhält Russland Beziehungen zu Israel und den USA sowie zu den Golfstaaten und ruft immer wieder zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts auf.

Die »derzeitige Logik«, dass der Iran für alles verantwortlich gemacht werde, verstehe Russland nicht, sagte der Botschafter. Niemand sage, dass die USA und Israel zuerst angegriffen hätten, und der Iran nur reagiere. Auf eine Frage des Reporters nach Hilfe wiederholte Kelin frühere Kremlangaben, nach denen der Iran bisher keine Unterstützung angefordert habe.

Russland führt seit gut vier Jahren einen Eroberungskrieg gegen die Ukraine. dpa/ja

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