Leipzig

Prozess gegen Gil Ofarim findet unter verschärften Sicherheitskontrollen statt

Gil Ofarim Foto: picture alliance/dpa

Vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts prüft das Landgericht Leipzig die Sicherheitsmaßnahmen rund um den anstehenden Prozess gegen den Sänger Gil Ofarim.

Unter anderem seien für die am 7. November beginnende Verhandlung strengere Sicherheitskontrollen geplant, sagte Gerichtssprecher Johann Jagenlauf in Leipzig. Zuerst hatte der MDR darüber berichtet.

Jagenlauf bestätigte, dass Ofarims Anwalt ein Schreiben an das Landgericht geschickt hat, in dem er angesichts der aktuellen politischen Lage in Israel seine Sorge um die Sicherheit seines Mandanten zum Ausdruck bringt. Am 7. Oktober hatte die Terrororganisation Hamas, die den Gaza-Streifen beherrscht, mit Raketen und Terrorkommandos Israel angegriffen, viele Menschen getötet und weitere verschleppt. Israel reagierte mit heftigem Beschuss und der Abriegelung des Gebietes.

Der Musiker Ofarim muss sich vor dem Landgericht wegen mutmaßlich falscher Verdächtigung und Verleumdung sowie Betrugs verantworten (AZ: 6 KLs 607 Js 56884/21). Er hatte am 4. Oktober 2021 einem Leipziger Hotelmitarbeiter antisemitische Äußerungen vorgeworfen. In einem Instagram-Video schilderte er, dass der Mitarbeiter ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, bevor er ihn eincheckt.

Die Ermittlungen gegen den Mitarbeiter wurden eingestellt. Der Fall hatte eine deutschlandweite Diskussion ausgelöst. Für den Leipziger Prozess sind bis Anfang Dezember insgesamt zehn Termine angekündigt. Die Hauptverhandlung sollte bereits im Oktober 2022 beginnen, war aber überraschend abgesagt worden.

Die Termine für die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Leipzig sind für den 7., 8., 14., 15., 16., 28., 29. und 30. November sowie für den 6. und 7. Dezember jeweils ab 9 Uhr angesetzt.

Reaktion

»Juden können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen, wenn Elif Eralp gewählt wird«

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt SPD und Grüne vor Regierung mit Linken

 24.09.2026

Berlin

Özdemir: »An die Linke muss derselbe Maßstab angelegt werden wie an die AfD«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis90/Die Grünen) hat seine Partei vor einer Regierungskoalition in Berlin mit der Linkspartei gewarnt. Als Grund nannte er antisemitische Tendenzen

 24.09.2026

Debatte

Hamburgs zweite Bürgermeisterin warnt vor Linken in Berlin

Katharina Fegebank (Grüne): »Eine Regierung, die abhängig ist von Antisemiten und Terrorunterstützern darf es in Deutschland niemals geben«

 24.09.2026

Berlin

»Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen«

Jüdische Aktivisten kritisieren den Umgang mit der von zahlreichen Antisemitismusvorfällen geprägten Linkspartei

 24.09.2026

Gedenkstunde

In Auschwitz geboren: Holocaust-Überlebende spricht im Bundestag

Angela Orosz-Richt wurde 1944 im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geboren. Im Januar wird sie in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag sprechen

 24.09.2026

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026