Berlin

Präsident des Zentralrats wirbt für härtere Strafen bei Judenhass

Teilnehmer einer israelfeindlichen Kundgebung in Berlin-Neukölln verbrennen eine selbst gemalte Fahne mit einem Davidstern (Dezember 2017). Foto: picture alliance / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat seine Forderung nach härteren Strafen für antisemitische und gegen Israel gerichtete Taten bekräftigt.

Selbst wenn es durch härtere Strafen nicht zwingend weniger Antisemitismus geben würde, so wären diese doch zumindest ein Signal, vor allem an Jugendliche mit Wurzeln in arabischen Ländern oder der Türkei, sagte Schuster am Donnerstagabend in Berlin in einer Festrede zum Neujahrsempfang des Bundesjustizministeriums.

Für diese sei Antisemitismus teilweise »fast ein Aufnahmeritual«. Schuster schlug zudem vor, einen »Tag des Grundgesetzes« einzuführen.

Der Gastgeber, Bundesjustizminister Marco Buschmann, betonte: »Wir stehen an der Seite der jüdischen Gemeinden.« Die Idee eines »Tages des Grundgesetzes« finde er gut, sagte der FDP-Politiker. Mit Blick auf die jüngsten Berichte über ein Treffen von Politikern und Akteuren der sogenannten neuen Rechten in Potsdam, sagte Buschmann, wenn es erst so weit sei, dass zwischen Staatsbürgern erster und zweiter Klasse unterschieden werde, sei niemand mehr sicher in Deutschland.

Schuster hatte sich vor gut einer Woche hinter einen von der CSU-Landesgruppe vorgelegten Forderungskatalog gestellt. Dieser sieht vor, die Hetze gegen den Staat Israel mit einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten zu ahnden. Dazu müsse Antisemitismus als besonders schwerer Fall der Volksverhetzung im Strafgesetzbuch eingestuft werden.

München

Steinwurf auf israelisches Generalkonsulat: Beschuldigter in U-Haft

Am Wochenende soll ein Mann Steine auf das israelische Generalkonsulat in München geworfen und mit einer Sprengstoff-Explosion gedroht haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun einen Haftbefehl erwirkt

 12.03.2026

Türkei

Wadephul fordert diplomatisches Ende des Iran-Kriegs

Der deutsche Außenminister und sein türkischer Kollege sind sich einig: Der Krieg im Iran muss so bald wie möglich enden - nur wie?

 12.03.2026

Teheran

Irans neuer Oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer

Der neue Regime-Chef will Rache an Israel und formuliert weitere Forderungen

 12.03.2026

Teheran

Viele Bewohner Teherans harren in ihren Wohnungen aus

Seit Ende Februar führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Die Lage in der Hauptstadt fühlt sich für viele Bewohner zunehmend unsicher an

 12.03.2026

Teheran

Ist Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad doch noch am Leben?

Zahlreiche Medien meldeten den Tod des Ex-Präsidenten. Doch »The Atlantic« zufolge, soll Ahmadinedschad untergetaucht sein

 12.03.2026

Tel Aviv

Israels Armee meldet Angriff auf iranische Nuklearanlage bei Teheran

An der Atomanlage Taleghan entstanden bei den Luftangriffen erhebliche Schäden

 12.03.2026

Teheran

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Die Eidgenossenschaft vertritt als Schutzmacht der Vereinigten Staaten auch deren Interessen im Iran. Wegen anhaltender Angriffe bringt die Regierung in Bern ihre Mitarbeiter vorübergehend außer Landes

 12.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  12.03.2026

Nahost

Zahl verletzter US-Soldaten nach Drohnenangriff in Kuwait steigt

Nach dem Vorfall war von sechs getöteten amerikanischen Soldaten und fünf Verletzten die Rede gewesen. Nun stellt sich heraus: Es waren weitaus mehr

 12.03.2026