Berlin

Präsident des Zentralrats wirbt für härtere Strafen bei Judenhass

Israelfeindliche Demo in Neukölln (2017) Foto: picture alliance / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat seine Forderung nach härteren Strafen für antisemitische und gegen Israel gerichtete Taten bekräftigt.

Selbst wenn es durch härtere Strafen nicht zwingend weniger Antisemitismus geben würde, so wären diese doch zumindest ein Signal, vor allem an Jugendliche mit Wurzeln in arabischen Ländern oder der Türkei, sagte Schuster am Donnerstagabend in Berlin in einer Festrede zum Neujahrsempfang des Bundesjustizministeriums.

Für diese sei Antisemitismus teilweise »fast ein Aufnahmeritual«. Schuster schlug zudem vor, einen »Tag des Grundgesetzes« einzuführen.

Der Gastgeber, Bundesjustizminister Marco Buschmann, betonte: »Wir stehen an der Seite der jüdischen Gemeinden.« Die Idee eines »Tages des Grundgesetzes« finde er gut, sagte der FDP-Politiker. Mit Blick auf die jüngsten Berichte über ein Treffen von Politikern und Akteuren der sogenannten neuen Rechten in Potsdam, sagte Buschmann, wenn es erst so weit sei, dass zwischen Staatsbürgern erster und zweiter Klasse unterschieden werde, sei niemand mehr sicher in Deutschland.

Schuster hatte sich vor gut einer Woche hinter einen von der CSU-Landesgruppe vorgelegten Forderungskatalog gestellt. Dieser sieht vor, die Hetze gegen den Staat Israel mit einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten zu ahnden. Dazu müsse Antisemitismus als besonders schwerer Fall der Volksverhetzung im Strafgesetzbuch eingestuft werden.

New York

Rebeca Grynspan baut Vorsprung im Rennen um UN-Spitze aus

In einer vierten informellen Abstimmung des Sicherheitsrats erhielt sie zehn Stimmen. Was das bedeutet

 30.09.2026

Moskau

In Putins Falle: US-Reporter Evan Gershkovich erzählt seine Story

Vor gut zwei Jahren kam der als »Spion« gefasste jüdische US-Journalist bei einem großen Gefangenen-Austausch frei. Nun erzählt er in einem Buch, wie er Putins Agenten in die Falle ging

von Ulf Mauder  30.09.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Berlin

Linke geht rechtlich gegen weitere Politiker vor

Die Berliner Linkspartei sieht sich nach der gewonnenen Wahl mit Vorwürfen des Antisemitismus und der Nähe zu kriminellen Clans konfrontiert. Sie wehrt sich politisch - und auch juristisch

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026

Erfurt

Kerkeling und Maaßen bei erster Anhörung zu AfD-Verbot dabei

Thüringens AfD mit Björn Höcke an der Spitze gilt als besonders radikal. Ist das der Grund, warum erstmals ein Landesparlament Juristen und einen Promi zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren anhört?

von Simone Rothe  30.09.2026

Luftfahrt

Passagierflugzeug setzt auf Weg nach Tel Aviv Notrufsignal ab: Was geschah an Bord?

Der Notfallcode »7500« wurde registriert, der auch bei Flugzeugentführungen gesendet wird. Der Vorfall löste einen israelischen Abfangalarm aus

von Imanuel Marcus  30.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Antisemitische Vorfälle mit islamistischem Hintergrund oft mit Gewalt

Eine neue Analyse von RIAS zeichnet ein alarmierendes Bild

 30.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  29.09.2026