Nach Eklats

Präsidentin der TU Berlin abgewählt

Geraldine Rauch, noch Präsidentin der TU Berlin Foto: picture alliance/dpa

Die umstrittene Präsidentin der Technischen Universität (TU) Berlin, Geraldine Rauch, ist abgewählt worden. Der Erweiterte Akademische Senat der TU wählte Fatma Deniz zur neuen Präsidentin, wie eine Sprecherin der Universität sagte. Ursprünglich waren fünf Kandidatinnen und Kandidaten zu der turnusmäßigen Wahl angetreten, nach dem ersten Wahlgang zogen drei ihre Kandidatur jedoch zurück. 

Deniz‘ Amtszeit beginnt am 1. April 2026 und beträgt vier Jahre. Als Vizepräsidentin der TU war sie bisher für die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit zuständig. 

Mehrere Kontroversen um Rauch

Geraldine Rauch war seit dem 1. April 2022 im Amt. Sie hatte während ihrer Amtszeit wiederholt für Kontroversen gesorgt. Nachdem die Mathematik-Professorin im Frühjahr 2024 einen antisemitischen Post im Kontext des Gaza-Kriegs auf der Plattform X mit einem »Gefällt mir« markiert hatte, hagelte es Kritik, unter anderem vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dem Zentralrat der Juden. Einige forderten ihren Rücktritt. Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) strich Rauch aus seinem Beraterkreis. Rauch entschuldigte sich später und hielt an ihrem Amt fest - obwohl eine knappe Mehrheit des Akademischen Senats der Hochschule sich damals für einen Rücktritt ausgesprochen hatte. dpa

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