Europäische Union

Positives Echo auf EU-Beschluss gegen Judenhass

WJC-Präsident Ronald Lauder lobte die Anstrengungen der EU-Mitgliedsstaaten. Foto: imago images/TT

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat die Annahme eines neuen Katalogs von Empfehlungen durch den EU-Ministerrat am Donnerstag begrüßt. Darin soll der Kampf gegen den Antisemitismus zu einer Priorität in der gesamten Europäischen Union gemacht werden. Empfohlen werden unter anderem die Erarbeitung und Umsetzung von nationalen Aktionsplänen, eine bessere Aufklärung über den Holocaust und die Erhöhung der finanziellen Mittel, die die EU für diesen Bereich einsetzt.

Auch die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) begrüßte die Ratsempfehlungen. CER-Präsident Pinchas Goldschmidt forderte aber, dass ein wichtiger Aspekt nachgebessert werden müsse: »Bei all den Bemühungen darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus auch die Wahrung und Garantie der freien Religionsausübung miteinschließt«, erklärte Goldschmidt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vor allem religiöse Minderheiten gerieten immer mehr ins Fadenkreuz und würden attackiert. Religionsfreiheit sei heutzutage auch eine Sicherheitsfrage. Staat und Gesellschaft hätten eine Schutzverantwortung, so der CER-Präsident und Moskauer Oberrabbiner.

»Sie müssen gewährleisten, dass neben der Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus Religionsfreiheit garantiert wird, dass Betende ihren Glauben ohne Angst vor Hass- und Gewalttätern in Sicherheit praktizieren können.« Auch der »Kriminalisierung der Beschneidung und des koscheren Schlachtens unter dem Deckmantel der Kinderrechte und der Tierschutzgesetze« müssten die EU-Staaten sich widersetzen. mth

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026