Antisemitismus

»Palästina-Kongress« findet in Berlin-Tempelhof statt

Polizisten stehen zwischen Gegendemonstranten und dem Berliner Ladenlokal, in dem die Organisatoren des »Palästina-Kongresses« eine Pressekonferenz abhalten wollten. Foto: picture alliance/dpa

Der umstrittene »Palästina-Kongress« soll in Berlin-Tempelhof in der Germaniastraße stattfinden. Das kündigten die Veranstalter Freitagvormittag auf ihrer Internetseite an.

Zuvor war der Ort der »propalästinensischen« Veranstaltung wochenlang geheim gehalten worden. Dazu hieß es: »Nur Personen mit einem gültigen Ticket kann Zutritt gewährleistet werden.«

Lesen Sie auch

Die Polizei stellte sich auf spontane Demonstrationen und Kundgebungen im Zusammenhang mit dem Kongress von Freitag bis Sonntag ein. Laut der Ankündigung schreiben die Veranstalter über »israelische Apartheid, Genozid und deutsche Mitschuld« am »Völkermord« im Gaza-Streifen.

Es handelt sich um Verschwörungstheorien über Israel, die bereits lange vor der schlimmsten Attacke des palästinensischen Terrors vom 7. Oktober 2023 von Israelhassern verbreitet wurden.

Das Massaker der Hamas wird in den Erklärungen der Organisatoren des »Palästina-Kongresses« nicht erwähnt. Dabei wurden 1200 Menschen ermordet, 250 verschleppt und viele vergewaltigt, lebendig verbrannt und anderweitig gefoltert. Mit dem Krieg gegen den Terror in Gaza will Israel eine bereits angekündigte Wiederholung entsprechender Massaker verhindern und die mehr als 100 Geiseln befreien, die sich weiterhin in der Gewalt der Hamas befinden. dpa/ja

Meinung

Linke: Rotes Fähnchen im antizionistischen Wind

Linken-Parteichef Jan van Aken bagatellisiert den Beschluss seiner Genossen in Niedersachsen zu Israel. Damit dürfte er nicht durchkommen

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Rüstung

Ein Iron Dome »Made in Germany«?

Israel hat Deutschland Unterstützung beim Ausbau seiner Luftabwehr angeboten. Man könne sich vorstellen, den Iron Dome nicht nur zu liefern, sondern auch vor Ort zu produzieren, sagt der Chef des Rüstungskonzerns Rafael

von Ralf Balke  16.03.2026

Iran-Krieg

NATO-Staaten gegen Einsatz in Straße von Hormus

Könnte die NATO dabei helfen, die Straße von Hormus gegen iranische Attacken zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung, doch seine Alliierten zögern

 16.03.2026

Antisemitismus

Das sagt der Linken-Chef zum Büttner-Abgang

Der brandenburgische Antisemitismus-Beauftragte Andreas Büttner eckte in seiner Partei an. Jetzt verlässt er die Linke mit bitterer Kritik. Seine Partei erlebt die x-te Neuauflage einer Debatte

von Oliver von Riegen, Verena Schmitt-Roschmann  16.03.2026

Berlin

Hertie School: Studierendenvertretung verliert Misstrauensvotum

Nach einem Beschluss zur Unterstützung der gegen Israel gerichteten BDS-Bewegung haben die Studenten der privaten Hochschule ihre Vertretung abgewählt

von Joshua Schultheis  16.03.2026

Iran-Krieg

Deutschland will keinen NATO-Einsatz in der Straße von Hormus

Die US-Regierung macht Druck auf Nato-Partner, sich an der Absicherung einer wichtigen Seeroute in Nahost zu beteiligen. Berlin macht klar, dass man die Allianz gar nicht am Zuge sieht

 16.03.2026

Washington D.C.

Trump fordert militärische Unterstützung im Golf

Insbesondere von europäischen NATO-Staaten erwarte er konkrete Beiträge. Andernfalls drohe der NATO eine schwierige Zukunft, so der amerikanische Präsident

 16.03.2026

Thüringen

Jüdische Organisationen warnen vor »antisemitischer Provokation« in Buchenwald

Ein breites Bündnis wendet sich mit einer gemeinsamen Erklärung scharf gegen die Kampagne »Kufiyas in Buchenwald«

 16.03.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss der Miliz: Israel greift Hisbollah und iranisches Regime an

Die Lage im Überblick

 16.03.2026