Jubiläum

Münchner Kultusgemeinde feiert Wiedergründung vor 80 Jahren

Im Herzen Münchens: die Ohel-Jakob-Synagoge Foto: dpa

Festakt in der Münchner Hauptsynagoge »Ohel Jakob«: Gefeiert werden am Dienstag zwei Jahrestage, die Wiedergründung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern vor 80 Jahren und der Beginn der Präsidentschaft von Charlotte Knobloch vor 40 Jahren. Zum Festakt werden prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft erwartet, wie aus der Mitteilung der Kultusgemeinde hervorgeht.

Angekündigt für Redebeiträge sind unter anderem die Präsidentin des Bundestages, Julia Klöckner (CDU), der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) wurde am 15. Juli 1945, also nur zwei Monate nach dem Ende des NS-Regimes, von jüdischen Überlebenden wiedergegründet. Die 92 Jahre alte Charlotte Knobloch, deren Vater Fritz Neuland die Kultusgemeinde 1945 mitgegründet hatte, ist seit 1985 Präsidentin. Heute zählt die Kultusgemeinde laut eigenen Angaben rund 9.300 Mitglieder, sie ist damit die größte jüdische Gemeinde in Deutschland. epd

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