Terrorismus

Mossad: Iranischer Kommandeur plante auch Anschläge in Berlin

Foto: imago images/Christian Spicker

Israel hat nach eigenen Angaben die Identität eines mutmaßlichen Drahtziehers gescheiterter Anschläge in Deutschland und anderen Ländern enttarnt. Es handele sich um einen ranghohen iranischen Repräsentanten, hieß es in einer Mitteilung des Auslandsgeheimdienstes Mossad und des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. 

Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe der Iran Bemühungen intensiviert, israelische und jüdische Ziele weltweit anzugreifen, lautet der Vorwurf. In diesem und im vergangenen Jahr seien auch mit Hilfe des Mossad versuchte Anschläge in Deutschland, Griechenland und Australien verhindert worden. 

Einer der Verantwortlichen sei ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden namens Sardar Amar. »Unter Amars Leitung wurde ein bedeutender Apparat geschaffen, der Anschläge gegen israelische und jüdische Ziele in und außerhalb Israels vorantreibt«, hieß es in der Mitteilung. Die Anschlagsversuche hätten zu einer Reihe von Festnahmen und diplomatischen Schritten gegen Teheran geführt. 

Mutmaßlicher Iran-Spion soll Ziele in Berlin ausgespäht haben

Im Juni war bekanntgeworden, dass ein Däne in Berlin im Auftrag des iranischen Geheimdienstes jüdische Menschen und Einrichtungen sowie Objekte mit Bezug zu Israel ausgespäht haben soll. Nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft sollten auf diese Weise möglicherweise auch Anschläge vorbereitet werden. Die obersten deutschen Strafverfolger ließen den 53-jährigen Mann, der afghanische Wurzeln hat, im dänischen Aarhus festnehmen.

Der Iran wies die Spionage-Vorwürfe damals entschieden zurück. Die iranische Botschaft in Berlin sprach von »unbegründeten und gefährlichen Behauptungen«. Die Vorwürfe seien Teil einer Kampagne, um von Israels Krieg gegen den Iran im Juni abzulenken. Aus dem deutschen Außenministerium hieß es wiederum, der iranische Botschafter sei einbestellt worden.

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