Aschaffenburg

Mehrere Stolpersteine mit ätzender Flüssigkeit übergossen

Der Aschaffenburger Stiftsplatz Foto: picture alliance / DUMONT Bildarchiv

In Aschaffenburg sind mehrere sogenannte Stolpersteine mit einer unbekannten, offenbar ätzenden Flüssigkeit übergossen worden. Die genaue Anzahl der Steine und ob ein Sachschaden entstanden ist, war am Montag noch unklar. Nun ermittle die Kriminalpolizei Aschaffenburg, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Montag mit.

Am Freitagmittag wurden die Attacken auf die Stolpersteine gemeldet. Polizei und Feuerwehr stellten daraufhin fest, dass mehrere Steine übergossen wurden und dadurch die Oberfläche angegriffen wurde. Wie es weiter hieß, müssen die Attacken vergangene Woche stattgefunden haben. Genauer könne der Tatzeitraum nicht eingegrenzt werden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Das Stolpersteine-Projekt startete im Jahr 1992 und ist mit mehr als 75.000 Steinen in mehr als 25 Ländern das größte dezentrale Mahnmal weltweit. Stolpersteine sind in das Gehwegpflaster eingelegte rund zehn mal zehn Zentimeter große Gedenksteine aus Messing. Sie erinnern vor früheren Wohnorten an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, erniedrigt oder ermordet wurden. Das Projekt wurde vom Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. epd

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026