Europäische Toleranz-Medaille

Martin Schulz ausgezeichnet

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Foto: Uwe Steinert

Der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) erhält die Europäische Toleranz-Medaille 2016. Schulz werde für seinen »persönlichen Beitrag zum Kampf gegen Fremdenhass und die Intoleranz in Europa« ausgezeichnet, teilte der Europäische Rat für Toleranz und Versöhnung am Freitag in Brüssel mit.

Die Organisation, deren Vorsitzender der frühere britische Premierminister Tony Blair ist, will Schulz die Medaille voraussichtlich Ende Januar verleihen.

Holocaust-Opfer »Eines der größten Verdienste von Martin Schulz ist nach Meinung der Preisstifter die Einführung des jährlichen Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust im Europäischen Parlament«, erklärte die Organisation.

Sie verwies zugleich auf die derzeitige politische Lage in Europa, in der »Rassismus, Fremdenhass und Antisemitismus zunehmen«. Die Medaille soll das Interesse an konkretem Handeln wecken, mit dem Toleranz und Frieden gefördert werden.

Dem Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung gehören neben Tony Blair unter anderem der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Mosche Kantor, der frühere spanische Ministerpräsident José María Aznar und die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) an. epd

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Berlin

Auschwitz Komitee: Linke soll zu »Fehlentwicklungen« stehen

Nach dem Wahlsieg der Linken: Die Präsidentin des Auschwitz-Komitees kritisiert die Haltung der Partei zum Antisemitismus. Sie müsse sich »von allen Antisemiten in ihren Reihen« trennen

 22.09.2026

Abgeordnetenhauswahl

Außenminister: Berlins Regierung muss Juden zur Seite stehen

Nach dem Erfolg der Linken bei der Berlin-Wahl ruft Außenminister Johann Wadephul dazu auf, jüdisches Leben in der Hauptstadt und in Deutschland entschieden zu schützen

 22.09.2026

Sicherheit

Innenminister besorgt nach Linken-Wahlsieg in Berlin

Brandenburgs Innenminister Redmann: »Dass in Berlin Clanchefs und Islamisten den Wahlsieg der Linken feiern, macht, glaube ich, nicht nur mir große Sorgen«

 22.09.2026

Kommentar

Schwesigs Erfolg: Wie man die AfD im Zaum halten kann

Manuela Schwesig hat gezeigt, wie man dem Populismus der Rechtsextremen begegnen kann. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die SPD, sondern für alle Demokraten

von Michael Thaidigsmann  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Bad Staffelstein

Dobrindt: Berliner Linke duldet Antisemiten in ihrem Umfeld

Die Linke hat die Wahl in Berlin gewonnen. Die Partei stehen aber wegen zahlreichen Antisemitismus-Vorfällen in der Kritik. Der Bundesinnenminister wendet sich an potenzielle Koalitionspartner

 22.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 22.09.2026