Mordechai Ansbacher

Letzter Zeuge des Eichmann-Prozesses gestorben

Foto: Marco Limberg

Der letzte Zeuge des Prozesses gegen den Naziverbrecher Adolf Eichmann, Mordechai Ansbacher, ist tot. Der in Würzburg geborene Holocaust-Überlebende und Historiker starb am Samstag im Alter von 94 Jahren in Jerusalem, wie die Tageszeitung »Jerusalem Post« am Dienstag berichtete.

Mordechai (Max) Ansbacher, 1927 in Würzburg geboren, wurde 1942 als 15-Jähriger zunächst ins Ghetto nach Theresienstadt, dann ins Konzentrationslager Auschwitz und schließlich ins Konzentrationslager Dachau deportiert.

Nach der Befreiung im April 1945 wanderte Ansbacher nach Israel aus. Dort baute er die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit auf und leitete als erster Direktor deren Museumsabteilung. 1961 war er einer der Hauptzeugen im Prozess gegen Adolf Eichmann.

Als Historiker wirkte Ansbacher unter anderem an der »Encyclopedia Judaica« und lehrte in den 80er-Jahren an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. 2007 wurde er für seinen Beitrag zur Aussöhnung und Verständigung zwischen Israel und Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. kna

Krieg

USA melden Zerstörung iranischer Schnellboote

Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Doch ein neuer US-Vorstoß hat die Lage an der Meerenge von Hormus verschärft. Nun melden die USA einen Angriff auf iranische Schiffe

 04.05.2026

Nahost

Bennett sieht Angriffe auf Emirate als Kriegserklärung Irans

Der israelische Oppositionspolitiker Bennett bewertet die Angriffe des Iran auf die Emirate als Wiederaufnahme des Kriegs. Die Anweisungen des Zivilschutzes in Israel bleiben vorerst unverändert

 04.05.2026

Abu Dhabi

Emirate: Großbrand nach iranischem Drohnenangriff

Seit Beginn der Waffenruhe vor knapp vier Wochen mussten die Emirate ihre Bevölkerung nicht mehr vor iranischen Angriffen warnen. Nun scheint die Lage sich wieder zuzuspitzen

 04.05.2026 Aktualisiert

Frankreich

Mit einer Prise Antisemitismus in den Elysée?

Mit 74 Jahren nimmt Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon zum vierten Mal Anlauf auf das Präsidentenamt. Dabei operiert er gezielt mit antisemitischen und antiisraelischen Narrativen

von Michael Thaidigsmann  04.05.2026

Kiel

Minenjagdboot »Fulda« mit Ziel Mittelmeer gestartet

Das deutsche Minenjagdboot »Fulda« steht für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus bereit. Nun ist die Besatzung von Kiel aus gestartet – näher an das mögliche Einsatzgebiet

 04.05.2026

Tampa

US-Militär dementiert iranischen Angriff auf Kriegsschiff

Aus dem Iran gibt es Berichte über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff. Die USA äußern sich prompt. Zu einer anderen Behauptung wird zunächst geschwiegen

 04.05.2026

Interview

Josef Schuster: »Juden und Muslime sind keine Erzfeinde«

Bald startet der Katholikentag in Würzburg. Mit dabei: der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Welche Tipps er für Gäste hat - und wie er auf Juden, Christen und Muslime in aufgeheizten Zeiten blickt

von Leticia Witte  04.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USAID-Ermittlungen: Mehr UNRWA-Mitarbeiter waren am 7. Oktober beteiligt

Drei UNWRA-Lehrern sowie einem Sozialarbeiter der Organisation wird vorgeworfen, entweder an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein oder Geiseln festgehalten zu haben

 04.05.2026