Mordechai Ansbacher

Letzter Zeuge des Eichmann-Prozesses gestorben

Foto: Marco Limberg

Der letzte Zeuge des Prozesses gegen den Naziverbrecher Adolf Eichmann, Mordechai Ansbacher, ist tot. Der in Würzburg geborene Holocaust-Überlebende und Historiker starb am Samstag im Alter von 94 Jahren in Jerusalem, wie die Tageszeitung »Jerusalem Post« am Dienstag berichtete.

Mordechai (Max) Ansbacher, 1927 in Würzburg geboren, wurde 1942 als 15-Jähriger zunächst ins Ghetto nach Theresienstadt, dann ins Konzentrationslager Auschwitz und schließlich ins Konzentrationslager Dachau deportiert.

Nach der Befreiung im April 1945 wanderte Ansbacher nach Israel aus. Dort baute er die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit auf und leitete als erster Direktor deren Museumsabteilung. 1961 war er einer der Hauptzeugen im Prozess gegen Adolf Eichmann.

Als Historiker wirkte Ansbacher unter anderem an der »Encyclopedia Judaica« und lehrte in den 80er-Jahren an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. 2007 wurde er für seinen Beitrag zur Aussöhnung und Verständigung zwischen Israel und Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. kna

Jerusalem

»Global Intifada« veröffentlicht Karten zu Industrieanlagen für mögliche Sabotage

Ziel sei es, militärische Strukturen Israels zu schwächen – bis hin zu einer vollständigen Entwaffnung der Streitkräfte, so die Pro-Terror-Kampagne

 02.06.2026

Toronto

Mark Carney: »Unsere Gesellschaft versagt gegenüber jüdischen Kanadiern«

In der Synagoge »Holy Blossom Temple« kündigt der Premierminister neue Maßnahmen seiner Regierung gegen Judenhass an

 02.06.2026

Jerusalem

Israel kritisiert Ausschluss von Pariser Rüstungsmesse als politischen Affront

Frankreich befinde sich damit »wieder einmal auf der falschen Seite der Geschichte«, heißt es im israelischen Verteidigungsministerium

 02.06.2026

Washington

»You’re fucking crazy!«: Trump geht auf Netanjahu los

Die Hintergründe

 02.06.2026

Pilsen

Gericht ordnet Auslieferung von Neonazi Liebich an

Die Rechtsextremistin soll in nächster Zeit an die deutschen Behörden übergeben werden. Kann sie dies nach der Entscheidung des Landgerichts Pilsen noch verhindern?

von Michael Heitmann, Inga Jahn  02.06.2026

Teheran

Wieder Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Die iranische Justiz wendet seit Monaten die Todesstrafe rigoros an. Im Zusammenhang mit den Massenprotesten von Januar werden viele Männer gehängt

 01.06.2026

Flensburg

Sechs Monate Bewährung für »Juden haben hier Hausverbot«

Ein 60-jähriger Ladenbetreiber hatte per Aushang Juden Hausverbot erteilt. Jetzt wurde er wegen Volksverhetzung verurteilt

 01.06.2026

Berlin

Felix Klein: Social Media sind »Brandbeschleuniger für Antisemitismus«

Der scheidende Antisemitismusbeauftragte sieht die Betreiber von Instagram, TikTok und Co. in der Pflicht

 01.06.2026

Internationaler Gerichtshof

Wie Südafrika seine Genozid-Klage gegen Israel in die Länge zieht

Das Haager Weltgericht hat Pretoria eine Frist von 18 Monaten gewährt, um erneut seine Argumente für einen angeblichen Völkermord Israels in Gaza vorzubringen. Israel sieht die Klage hingegen als gescheitert an

von Michael Thaidigsmann  01.06.2026