München

Lauder fordert Abberufung von Francesca Albanese

Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, hat vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz die Absetzung der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese verlangt. Sie nutze ihr Amt, um antisemitische Narrative und extremistische Positionen zu verbreiten, erklärte er.

Angesichts zunehmender internationaler Spannungen und eines spürbaren Anstiegs antisemitischer Vorfälle rief Lauder politische Entscheidungsträger dazu auf, geschlossen hinter Initiativen von US-Präsident Donald Trump zu stehen. Diese zielten darauf ab, Stabilität zu fördern, die Sicherheit jüdischen Lebens zu gewährleisten und Fortschritte in Richtung Frieden zu ermöglichen.

Besonders deutlich kritisierte Lauder Albanese, die nach seiner Darstellung nicht im Sinne der Vereinten Nationen handelt. Die jüngsten Sanktionen gegen sie bezeichnete er als notwendigen Schritt.

Lesen Sie auch

Albanese stehe für eine ideologische Agenda, die Verschwörungstheorien und spaltende, antisemitische Botschaften transportiere. Dies schade sowohl jüdischen Gemeinschaften weltweit als auch der Glaubwürdigkeit der UNO. Es müsse eine klare moralische Grenze gezogen werden, betonte Lauder.

Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz will der WJC-Präsident diese Position auch in Gesprächen mit Regierungsvertretern und anderen Politikern verschiedener Staaten vertreten. Ziel sei es, weiteren Schaden abzuwenden und Verantwortung auf UN-Ebene einzufordern.

Parallel zur Konferenz richten der Jüdische Weltkongress und das American Jewish Committee am Freitagabend ein gemeinsames Schabbat-Dinner für Konferenzteilnehmer in der Münchner Ohel-Jakob-Synagoge aus. Darüber hinaus sind während der Tagung bilaterale Treffen zwischen einer WJC-Delegation unter Leitung Lauders und weiteren Teilnehmern des Gipfels geplant.

Washington D.C.

Rubio verteidigt Iran-Kurs: »Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen«

Der US-Außenminister fasst die Ziele seines Landes so zusammen: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten«.

 31.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge

Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter

 30.03.2026

Entscheidung

Versammlung »Kufiyas in Buchenwald« nach Weimar verlegt

Die Gedenkstätte Buchenwald begrüßt die Verlegung einer umstrittenen Versammlung aus dem Lagergelände. Am Jahrestag der Befreiung steht die Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft im Mittelpunkt, nicht politischer Protest

 30.03.2026

Ankara

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

Schon wieder muss ein Nato-Abwehrsystem ein Geschoss aus dem Iran im türkischen Luftraum abfangen. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Beginn des Iran-Kriegs

 30.03.2026

Berlin

Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht

Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten spielt auch der Iran-Krieg eine Rolle. Der Kanzler dringt auf ein schnelles Ende der Kämpfe

 30.03.2026

Teheran

Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin

Seit Kriegsbeginn geht die iranische Justiz mit äußerster Härte gegen mutmaßliche Spione und Kritiker vor. Nun werden zwei Männer gehängt, die einer im Iran verbotenen Gruppe angehören

 30.03.2026

Washington D.C.

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen

 30.03.2026

Israel

232 Verletzte binnen eines Tages – Raketen aus Iran, Drohnen aus Jemen

Seit Beginn des Krieges vor gut einem Monat wurden mehr als 6000 Menschen in israelischen Kliniken behandelt

 30.03.2026

Ottawa/Brüssel

Kanada verweigert EU-Abgeordneter die Einreise

Jüdische Organisationen begrüßen die Entscheidung. Rima Hassan werden Israelhass und Terrorverherrlichung vorgeworfen

 30.03.2026