Hamburg

Jugendliche wegen antisemitischen Angriffs vor Gericht

Foto: imago images/Steinach

Gut neun Monate nach einem Angriff auf eine Mahnwache gegen Antisemitismus hat am Freitag vor dem Amtsgericht Hamburg der Prozess gegen zwei Jugendliche begonnen.

Einem 17-Jährigen und seinem 15 Jahre alten Bruder wird vorgeworfen, Teilnehmer einer Mahnwache für Israel in Hamburg im September vergangenen Jahres antisemitisch beleidigt zu haben. Der ältere Bruder muss sich zudem wegen Körperverletzung verantworten.

videoaufzeichnungen Er soll einem Versammlungsteilnehmer mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn erheblich verletzt haben. Die beiden Brüder aus Berlin waren wenige Tage nach der Tat anhand von Videoaufzeichnungen von der Polizei identifiziert worden.

Die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Hamburg findet aufgrund des Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vor dem Beginn der Verhandlung äußerte sich das 61-jährige Opfer, das als Nebenkläger auftritt. 

»Die Jugendlichen haben uns zunächst gefilmt, dann beleidigt und ›Free Palästina‹ und ›Scheiß Juden!‹ gerufen«, sagte der 61-Jährige, der noch immer eine Augenklappe auf seinem rechten Auge trägt. Er habe mit den Jugendlichen reden wollen, habe dann aber sofort einen Faustschlag ins Gesicht bekommen und sei zu Boden gegangen. Noch heute könne er auf dem rechten Auge nichts mehr sehen und nur hell und dunkel unterscheiden. dpa

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026

Iran-Krieg

US-Armee greift Insel Gheschm an

Vor den Kongress-Wahlen am Dienstag haben US-Kampfflugzeuge eine Stellung der Revolutionsgarden attackiert

 03.11.2026

Staatsangehörigkeit

170.000 Anträge von NS-Verfolgten und Nachfahren auf Einbürgerung

Immer mehr Menschen beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft über die sogenannte Wiedergutmachungs-Einbürgerung - fast die Hälfte der Anträge kommen aus Israel

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026