Rosch Haschana

Jüdisches Neujahrsfest: Bischöfe rufen zu Verständigung auf

Christian Stäblein (l), Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,neben Heiner Koch, Erzbischof von Berlin Foto: picture alliance/dpa

Die Berliner Bischöfe der evangelischen und katholischen Kirche haben zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana zu Verständigung und Solidarität aufgerufen. »Der Schutz jüdischen Lebens, die Sorge um Versöhnung zwischen den Menschen und der klare Widerstand gegen Antisemitismus sind unser aller Auftrag«, heißt es in einem am Dienstag in Berlin verbreiteten Grußwort des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, und des katholischen Erzbischofs Heiner Koch an jüdische Gemeinden und Einrichtungen.

In diesem Jahr beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana (»Haupt des Jahres«) mit Sonnenuntergang am 22. September und endet mit Einbruch der Dunkelheit am 24. September. Typisch für das Fest ist das Blasen des Widderhorns, des Schofar, mit dem zu Gebet und Buße aufgerufen wird. Stäblein und Koch betonten in ihrer Grußbotschaft, gerade jetzt dürfe sich niemand »wegducken angesichts von Hass und Antisemitismus«. Sie riefen dazu auf, »sich dem Hass zu widersetzen und für Verständigung und Frieden einzutreten«.

Mit Blick auf Krieg, Gewalt und Leid im Nahen Osten erklärten sie, die Trauer um die Getöteten, die Sorge um die verschleppten Geiseln und die Angst vor weiterer Eskalation bewegten sie zutiefst. Dass Verständigung auch in diesen Zeiten möglich sei, zeigten israelisch-palästinensische Gemeinschaftsprojekte »hier und auch vor Ort«, schreiben Koch und Stäblein: »Diese machen uns Hoffnung.« epd

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