Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

v.l.: Bundeskanzler Friedrich Merz, die Vertreterinnen des Jüdischen Juristenverbands Julia Beslin und Angelika Schichmann sowie die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein Foto: Gordon Welters

Der Jüdische Juristenverband in Deutschland (JJVD) wurde am Dienstag in Berlin vom Verein »startsocial« für sein zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Zusammen mit 24 weiteren Projekten wurde der Verband für die Sonderehrung aus 100 Initiativen ausgewählt, die zuvor ein viermonatiges Beratungsstipendium erhalten hatten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist Schirmherr von startsocial und war bei der Veranstaltung zur Auszeichnung der Initiativen im Bundeskanzleramt anwesend.

Zuvor sagte der CDU-Politiker laut Pressemitteilung: »Ohne Zusammenhalt könnte unsere demokratische, freie Gesellschaft nicht fortbestehen.« Deswegen begrüße er es, »dass startsocial es sich zum Ziel gesetzt hat, soziale Initiativen systematisch zu stärken – mit Hilfe von Profis aus der Wirtschaft«. Zu den Förderern von starsocial gehören unter anderem die Deutsche Bank, Amazon Deutschland und das Beratungsunternehmen McKinsey.

Lesen Sie auch

Julia Bešlin, Vorsitzende des Jüdischen Juristenverbands, sagte dieser Zeitung: »Die Auszeichnung als eine der 25 herausragenden ehrenamtlichen Initiativen Deutschlands ist für den JJVD eine große Anerkennung unserer Arbeit für jüdisches Leben, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte.« Die Würdigung bestärke den Verband darin, sein »ehrenamtliches Engagement weiter auszubauen« und zeige, »wie wichtig zivilgesellschaftliche Netzwerke gerade in der heutigen Zeit sind«, so die Richterin aus Frankfurt am Main.

Sonderpreis für Sportverein SV Triebel

Der Beirat von starsocial zeichnete zudem sieben der 25 Initiativen zusätzlich als »Bundespreisträger« aus und bedachte sie mit einem Preisgeld von 35.000 Euro. Der Sportverein SV Triebel aus Sachsen erhielt zusätzlich einen Sonderpreis. Bis zum 10. Juli können sich soziale Initiativen für die nächste Ausschreibungsrunde des Beratungsstipendiums von startsocial bewerben.

Der Jüdische Juristenverband in Deutschland wurde vergangenes Jahr im März in Frankfurt am Main gegründet und hat laut eigenen Angaben 31 Mitglieder. Der Verband schreibt auf seiner Website, dass er eine Plattform »für den Austausch, die Vernetzung und die Förderung jüdischer Perspektiven im juristischen Diskurs« sein wolle und sich »für Gleichheit, Gerechtigkeit und den Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung in allen Formen« einsetze. js

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

Berlin

Der Senat fördert seit Jahren Islamismus-nahes Seelsorge-Projekt

Am Projekt »Muslimisches Seelsorge Telefon« ist mit »Islamic Relief« eine Organisation beteiligt, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz personelle Verflechtungen zur Muslimbruderschaft sieht

von Ralf Fischer  18.08.2026

Berlin

CDU-Außenpolitiker fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Immer wieder schockiert Israels Polizeiminister Ben-Gvir. Jetzt hat er zu mehr gezielten Tötungen in Gaza aufgerufen, nicht nur bei unmittelbarer Gefahr. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026

Moskau

Russischer Oppositioneller Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt

Wie begründet die russische Justiz dieses Urteil?

 18.08.2026

FU Berlin

Jüdischer Student legt Berufung ein

Lahav Shapira verlangt, dass seine Hochschule jüdische Studierende vor Diskriminierung schützen muss. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte die Klage gegen die Freie Universität abgewiesen

von Mascha Malburg  18.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026