Berlin

Jüdische Gemeinde erinnert an Warschauer Ghetto-Aufstand

Das Jüdische Gemeindehaus in der zum Berliner Stadtteil Charlottenburg gehörenden Fasanenstrasse Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening

Mit einer ganztägigen Namenslesung hat die Jüdische Gemeinde Berlin am Montag nachträglich zum Jom Haschoa an die in der NS-Zeit ermordeten Berliner Juden erinnert.

Zum Abschluss der Namenslesung vor dem Jüdischen Gemeindehaus in der Berliner Fasanenstraße war für den Abend ein Gedenken mit Totengebet und Kranzniederlegung geplant. Bei der Lesung sollten die Namen der 55.696 in der NS-Zeit ermordeten Berliner Juden vorgetragen werden.

Lesen Sie auch

Wegen des jüdischen Kalenders variiert das Datum dieses Gedenktages. »Jom Haschoa« liegt immer um den 19. April herum, dem Beginn des Ghetto-Aufstandes vor 82 Jahren. Eingeführt wurde der Tag der Erinnerung 1951 in Israel. An diesem Tag steht der Verkehr landesweit für Minuten still.

Der etwa vierwöchige Ghetto-Aufstand wurde zum Symbol des jüdischen Widerstands gegen die Nationalsozialisten. Etwa 13.000 Jüdinnen und Juden kamen dabei um oder wurden ermordet. Zehntausende wurden anschließend in Vernichtungslager wie Treblinka und Majdanek deportiert. epd/ja

Interview

»Es wird vergessen, wie es anfing«

Ricarda Louks Tochter Shani wurde am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet. Hier spricht sie darüber, wie sie den Verlust verarbeitet, was ihr Kraft gibt und warum sie über den Umgang Deutschlands mit den Opfern enttäuscht ist

von Mirko Freitag  05.02.2026

Nahost

Natürliches Bündnis?

Nach der Offensive der syrischen Armee in Rojava nähern sich die Kurden Israel an. Eine Expertin erklärt die Hintergründe

von Sabine Brandes  05.02.2026

Washington D.C.

Neue Terrorismus-Anklagen nach Mord an Botschaftsmitarbeitern

Gegen den 31-jährigen Elias Rodriguez aus Chicago sei eine erweiterte Anklageschrift mit insgesamt 13 Punkten eingereicht worden, sagt Bundesstaatsanwältin Jeanine Pirro

 05.02.2026

Sydney

Drohungen gegen Israels Präsidenten: 19-Jähriger angeklagt

Die Bundespolizei teilt mit, Darcy Tinning habe gedroht, Isaac Herzog mit einer Pistole zu erschießen

 05.02.2026

New York

Antisemitische Drohung an Schule: 17-Jähriger festgenommen

»Fuck the Jews«: Laut NYPD hatte der Teenager an der Renaissance Charter School in Jackson Heights E-Mails verschickt, in denen er Gewalt gegen jüdische Mitschüler androhte

 05.02.2026

Dresden

Sächsischer Landtag: Einmütige Zustimmung für Yad-Vashem-Außenstelle

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) spricht von einem Auftrag. Angesichts offener antisemitischer Anfeindungen und wachsender Angriffe auf demokratische Werte sei Erinnerungskultur dringlicher denn je

 05.02.2026

Teheran

»Widerwärtiger Charakter«: Irans Außenminister attackiert Merz

Der Iran betrachtete Deutschland einst als einen zuverlässigen Partner. Die Kritik an der Bundesregierung wird jedoch immer heftiger. Und richtet sich mittlerweile gegen den Bundeskanzler persönlich

 05.02.2026

Teheran

Iran: Verhandlungen mit USA am Freitag im Oman

Kurz vor Beginn neuer Verhandlungen zwischen den USA und dem iranischen Regime gibt es Verwirrung. Irans Außenminister hat Ort und Zeit vorgeschlagen. Wie reagieren die USA?

 05.02.2026

Washington D.C./Teheran

Trump droht Ajatollah Chamenei

Der US-Präsident über Irans obersten Führer: »Ich würde sagen, er sollte sehr besorgt sein. Ja, das sollte er.«

 05.02.2026