Anschlag von Halle

Jüdische Gemeinde als Nebenkläger

Einschusslöcher am Eingang zur Synagoge zeugen von dem Terroranschlag in Halle. Foto: Reuters

Im anstehenden Prozess gegen den Attentäter von Halle wollen auch die Jüdische Gemeinde und ein US-amerikanischer Gast-Rabbiner als Nebenkläger auftreten.

Brooklyn Der Gemeindevorsitzende Max Privorozki sagte dem »RedaktionsNetzwerk Deutschland« (RND): »Ich habe einen Anwalt beauftragt, mich als Nebenkläger zu vertreten.« Zudem plane der Rabbiner Jeremy Borovitz aus Brooklyn, der mit Familie und Freunden als Gast an dem Jom-Kippur-Gottesdienst in der Synagoge teilnahm, sich der Nebenklage anzuschließen.

Der Prozess könnte im Frühjahr 2020 in Magdeburg beginnen, berichtete RND weiter. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe bereitet die Anklage vor. Ob der Attentäter auch wegen versuchten Mordes an den Betenden in der Synagoge angeklagt wird, sei noch unklar.

Opfer Es wird mit einer großen Anzahl von Nebenklägern gerechnet. Neben den Hinterbliebenen der Opfer und den Menschen, die der Täter auf seiner Flucht verletzte, kämen vor allem die 51 Beter in Frage, die zur Tatzeit in der Synagoge beteten.

Bei dem antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag Anfang Oktober in Halle waren eine 40-jährige Frau und ein 20-jähriger Mann erschossen worden.

Auf der Flucht verletzte der Täter zwei weitere Menschen schwer. Zuvor hatte der schwer bewaffnete Mann vergeblich versucht, in die Synagoge der Stadt einzudringen. epd

Kommentar

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