Berlin

Jude (54) beleidigt und mit E-Scooter attackiert

Das Opfer ist Mitglied bei Kahal Adass Jisroel. Die Tat ereignete sich nur einen Kilometer von der Synagoge in der Brunnenstraße entfernt (Archivfoto) Foto: Mike Minehan

Am Freitag gegen 16 Uhr wurde ein jüdischer Mann in Berlin-Wedding von einem Unbekannten beleidigt, zu Boden geschubst und mit einem E-Scooter attackiert. Der Angriff ereignete sich rund einen Kilometer von der Synagoge Kahal Adass Jisroel, wo der 54-jährige Ukrainer Mitglied ist. Er wurde bei dem Angriff an der Hand verletzt.

Der Mann trug der Polizei zufolge einen Tallit unter seinem T-Shirt und war daher deutlich als Jude erkennbar, als er in Höhe der Brunnenstraße 93 unvermittelt von dem Täter auf Deutsch beleidigt wurde. Bei dem Täter soll es sich laut einem Gemeindevertreter von Kahal Adass Jisroel um einen 30 bis 35 Jahre alten, sportlichen Mann arabischen Aussehens handeln.

Der Polizei zufolge schrie der Täter auch »Free Palestine«, warf den 54-jährigen Juden zu Boden und schob ersten Ermittlungen zufolge dann einen E-Scooter auf sein Opfer zu. Der Gemeinde zufolge soll der Täter hingegen mit dem Roller auf den Mann zugerast sein. Kurz vor dem Zusammenprall habe der Täter den E-Scooter losgelassen, wie die Polizei mitteilt. Das Opfer konnte das Gefährt abwehren, erlitt dabei aber eine Schwellung an der Hand. Der Täter konnte flüchten.

Beim Eintreffen der Beamten habe der 54-jährige Ukrainer eine Behandlung seiner Verletzung wegen des nahenden Schabbats aber abgelehnt. Dem Gemeindevertreter von Kahal Adass Jisroel zufolge ging er am Samstag nach Schabbat-Ende in die Notaufnahme der Charité. Dort sei eine Fraktur festgestellt und der Mann mit einem Gips entlassen worden.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

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