Nahost

Italien und Rumänien nehmen als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

US-Präsident Donald Trump unterzeichnet am 22. Januar die Charta des »Friedensrates« in Davos. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Italien will künftig mit einem besonderen Status als »Beobachter« beim sogenannten Friedensrat von US-Präsident Donald Trump dabei sein. Dies kündigte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Rande eines Besuchs in Äthiopien in der Hauptstadt Addis Abeba an. Bislang hatte die Vorsitzende der Rechtspartei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) erklärt, Italien könne aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Mitglied werden.

Das stark auf Trump zugeschnittene Gremium war vom US-Präsidenten im vergangenen Monat beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell aus der Taufe gehoben worden. Aus der Europäischen Union sind als Mitglieder nur Bulgarien und Ungarn dabei. Viele europäische Staaten – auch Deutschland – sehen in dem »Board of Peace« eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen und blieben der Gründung deshalb fern. Aktuell gibt es 26 Mitgliedsstaaten. 

Lesen Sie auch

Meloni sagte nun, Italien sei von den USA als »Beobachterland« eingeladen worden, »was unserer Meinung nach eine gute Lösung ist«. Angesichts all der Arbeit, die zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten geleistet werden müsse, sei eine italienische und auch europäische Präsenz wichtig. Auf welch personeller Ebene Italien vertreten sei, müsse noch entschieden werden. Die rechte Regierungschefin aus Rom gilt in Europa als eine der Politikerinnen, die guten Zugang zu Trump haben.

Auch Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan will kommende Woche mit dem Status eines Beobachters an der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats teilnehmen. Das kündigte Dan nach tagelangen internen Beratungen bei Facebook an. Er folge damit einer Einladung Trumps. 

Es gehe ihm darum, Rumäniens Unterstützung für die internationalen Friedensbemühungen und die Bereitschaft zur Beteiligung am Wiederaufbauprozess im Gazastreifen zu bekräftigen, schrieb Dan weiter. Er berief sich dabei auf eine dazu im November vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete und von den USA initiierte Resolution.

Rumänien ist nicht Mitglied von Trumps »Friedensrat«. Vor einer Woche hatte Dan erklärt, man habe auch dazu eine Einladung bekommen. Allerdings wolle man vor einer Entscheidung darüber mit den USA klären, inwiefern die Charta des »Friedensrats« verändert werden könne, um mit Rumäniens weiteren internationalen Verpflichtungen im Einklang zu stehen, erläuterte der Präsident.dpa/ja

Iran

Ist Modschtaba Chamenei noch am Leben?

Äußerungen aus dem Umfeld der Regierung von Präsident Masoud Peseschkian lassen aufhorchen

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026

Bayern

Erneut Ermittlungen gegen Aiwangers Ex-Lehrer

Vor drei Jahren rüttelte die Flugblattaffäre um Hubert Aiwanger die bayerische Landespolitik heftig durcheinander. Viele haben das schon wieder vergessen. Nicht so die Staatsanwaltschaft Regensburg

 10.08.2026

Meinung

Renten: Her mit der aufrichtigen Debatte!

Eine Reform, die lediglich das Bestehende in noch teurer absichert, löst das Problem nicht

von Günter Jek  10.08.2026

Magdeburg

Sachsen-Anhalt: AfD und BSW legen zu

Die Rechtsaußenpartei baut ihren Vorsprung in Sachsen-Anhalt einer neuen Umfrage zufolge weiter aus. Die Wagenknecht-Partei wiederum könnte zum entscheidenden Machtfaktor werden

 10.08.2026

Berlin

Ron Prosor unterstützt deutsche Olympia-Bewerbung

»Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären ein starkes Zeichen. Nicht trotz seiner Geschichte, sondern gerade wegen seiner Geschichte«, sagt der israelische Botschafter

 10.08.2026

Interview

»Aufklärung im Hier und Jetzt«

Marina Müller über antisemitismuskritische Bildungsarbeit, die Rolle von Lehrern und das neue Projekt von »Zeugen der Zeitzeugen«

von Leon Stork  10.08.2026

Berlin

Bund gibt mehr Geld für Gedenkstätten

Die deutschen Gedenkstätten erhalten von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mehr Fördermittel - für Projekte, aber auch für den Schutz der Orte und Mitarbeiter.

 10.08.2026

Washington D.C.

Trump ernennt jüdischen Juristen zum neuen Rechtsberater des Weißen Hauses

»Will ist hart, stark und klug! Er liebt auch unser Land und respektiert das Gesetz«, sagt der amerikanische Präsident

 10.08.2026