Demonstration

Israelfeindlicher Autokorso fährt durch Berlin

Der israelfeindliche Autokorso fuhr auch am Potsdamer Platz vorbei. Foto: Imanuel Marcus

In Berlin haben 750 Personen in 500 Fahrzeugen an einem »pro-palästinensischen« Autokorso teilgenommen. Diese Demonstration begann am frühen Nachmittag am Großen Stern und fuhr ausgerechnet am Denkmal für die ermordeten Juden Europas vorbei über den Potsdamer Platz bis zur Grenzallee.

Viele der teilnehmenden Fahrzeuge waren auf den Motorhauben und Dächern mit »Palästina«-Fahnen versehen. Einige Teilnehmer hielten Fahnen während der Fahrt aus dem Fenster.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Augenzeugen zufolge kam es zu »Allahu Akbar«-Rufen. Ein Online-Video zeigte, wie ein teilnehmender Taxifahrer »Scheiß Israel!« aus dem Fenster rief.

Als »Hurensohn« beschimpft

Das Journalistenkollektiv »Democratia« berichtete, einer seiner Berichterstatter sei von Demonstranten als »Hurensohn« beschimpft und auf den Arm geschlagen worden. »Mach’ die Kamera weg, du Bitch!«, schallte es ihm entgegen. Dann griff der Organisation zufolge die Polizei ein.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Demonstration war als »Friedens-Autokorso« betitelt. Eine Teilnahme von »tausenden Autos« hatten die Organisatoren angekündigt. Rund 200 Polizeibeamte waren während des Protests im Einsatz. Sie registrierten laut »Tagesspiegel« einen verbotenen Ausruf und - in einem anderen Fall - die Billigung einer Straftat.

Seit dem 7. Oktober finden gerade in Berlin noch mehr anti-israelische Demonstrationen statt als zuvor. Am Tag des Großangriffs der Hamas wurden die verübten Massaker, bei denen 1200 Menschen in Israel ermordet wurden, auf der Sonnenallee im Stadtteil Neukölln gefeiert. im

Debatte

Zentralrat der Juden positioniert sich zum Thema AfD-Verbot

 05.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  04.07.2026

Parteien

AfD-Chefin Alice Weidel äußert sich zu möglichen Koalitionen mit der CDU

Wie hält es die rechtsextreme Partei ihrerseits mit einer Annäherung an die Union?

 04.07.2026

Parteitag

AfD bestätigt Führungsduo – Chrupalla verliert an Rückhalt

Die AfD hat ihr Spitzenduo Weidel-Chrupalla wiedergewählt. Chrupalla muss allerdings Federn lassen. In der zweiten Reihe gibt es neue Gesichter

von Anne-Beatrice Clasmann  04.07.2026

Essay

Die Sprache der AfD

Gewalt, NS-Bezüge und Antisemitismus: Wie die rechtsextreme Partei auch rhetorisch die Grenzen verschiebt. Eine linguistische Analyse

von Deborah Kämper  04.07.2026

Thüringen

Mehr als 30.000 Menschen protestieren gegen AfD-Parteitag

Trotz Blockaden bleibt die Stimmung meist friedlich – doch es gibt auch Zwischenfälle mit Pyrotechnik und Flaschenwürfen

von Simone Rothe  04.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026