Sicherheit

Islamexperte sieht erhöhte Gefahr für islamistische Anschläge

Auf dem Berliner Breitscheidplatz wird seit 2016 der 13 Opfer des islamistischen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt gedacht. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer sieht ebenso wie der Verfassungsschutz eine erhöhte Gefahr für islamistische Anschläge in Deutschland. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober habe sich die Gefährdungslage deutlich verschärft, sagte Kiefer in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Anschlagspläne der am Dienstag festgenommenen beiden Jugendlichen hätten Kenner der Szene nicht überrascht: »Es ist zu befürchten, dass da noch mehr läuft.«

Am Dienstag hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg zwei 15 und 16 Jahre alte Terrorverdächtige festgenommen. Sie sollen aus Tschetschenien und Afghanistan stammen und einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Leverkusen geplant haben.

Kein neues Phänomen

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hatte am Mittwoch gesagt, die Gefahr einer islamistischen Gewalttat »ist real und so hoch wie schon lange nicht mehr«. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Einsatzkräfte bereits am 21. November einen 20-jährigen Iraker festgenommen haben. Er soll möglicherweise einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt Hannover geplant haben.

Das jugendliche Alter der Beschuldigten sei kein neues Phänomen, sagte der Professor am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück. Junge Menschen seien leichter zu manipulieren.
Er vermute, dass der Islamische Staat (IS) und andere islamistische Terrorgruppen Jugendliche gezielt für Anschläge rekrutierten und ausbildeten.

Die Beteiligung von Tschetschenen ist Kiefer zufolge ebenfalls nicht neu. »Das ist die härteste Gruppe überhaupt.« Dort seien schon mehrere Generationen radikalisiert. Die Väter der heutigen tschetschenischen Terroristen hätten schon in Tschetschenien und Bosnien gekämpft. Viele Führungspersönlichkeiten des IS seien Tschetschenen gewesen, sagte der Experte für Radikalisierung und Radikalisierungsprävention. Diejenigen, die sich in Deutschland aufhielten, stünden schon lange unter Beobachtung.

Kiefer stellte den Behörden ein gutes Zeugnis bei der Bekämpfung des islamistischen Terrors und der Verhinderung von Anschlägen aus.
Die jüngste Festnahme zeige, dass sie die Gefährder im Blick hätten.
Die Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg funktioniere professionell. Darauf deute die Tatsache hin, dass der Hinweis von einem ausländischen Geheimdienst stamme. Eine spezielle Gefährdung für Weihnachtsmärkte sieht der Islamexperte nicht. »Wir sollten die Gefahr nicht größer machen, als sie ist.« epd

Washington D.C.

USA könnten Krieg auch ohne Öffnung der Straße von Hormus beenden

»Die vollständige Öffnung der Straße ist etwas, woran die Regierung arbeitet, aber die Kernziele der Operation sind klar definiert worden«, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt

 31.03.2026

Westjordanland

Armee: Drei Terrorangriffe auf israelische Soldaten binnen eines Tages

Zwei Terroristen greifen IDF-Angehörige mit Autos an, ein dritter Angreifer läuft mit einem Messer auf Militärs zu

 31.03.2026

Washington D.C.

Rubio verteidigt Iran-Kurs: »Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen«

Der US-Außenminister fasst die Ziele seines Landes so zusammen: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten«

 31.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Luftraum für an Iran-Krieg beteiligte Flugzeuge

Die Militärbasen Rota und Morón waren bereits für am Krieg beteiligte US-Militärflugzeuge gesperrt. Nun eskaliert der Streit weiter

 30.03.2026

Entscheidung

Versammlung »Kufiyas in Buchenwald« nach Weimar verlegt

Die Gedenkstätte Buchenwald begrüßt die Verlegung einer umstrittenen Versammlung aus dem Lagergelände. Am Jahrestag der Befreiung steht die Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft im Mittelpunkt, nicht politischer Protest

 30.03.2026

Ankara

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

Schon wieder muss ein Nato-Abwehrsystem ein Geschoss aus dem Iran im türkischen Luftraum abfangen. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art seit Beginn des Iran-Kriegs

 30.03.2026

Berlin

Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht

Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten spielt auch der Iran-Krieg eine Rolle. Der Kanzler dringt auf ein schnelles Ende der Kämpfe

 30.03.2026

Teheran

Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin

Seit Kriegsbeginn geht die iranische Justiz mit äußerster Härte gegen mutmaßliche Spione und Kritiker vor. Nun werden zwei Männer gehängt, die einer im Iran verbotenen Gruppe angehören

 30.03.2026

Washington D.C.

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

Setzen die USA im Iran auch Bodentruppen ein? Trump erwägt laut einem Medienberichten, angereichertes Uran mit Gewalt zu beschlagnahmen

 30.03.2026