Nahost

Iran feuert Raketen auf Straße von Hormus ab

Eine iranische Rakete wird am Montag von einem Fahrzeug aus in die Straße von Hormus abgefeuert. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Während Vertreter der USA und des Iran in Genf indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen haben, verschärfte Teheran die Spannungen mit Militärmanövern im Persischen Golf. Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurden im Rahmen einer Übung Raketen auf Ziele in der Straße von Hormus abgefeuert. Teile der strategisch wichtigen Meerenge wurden demnach »aus Sicherheitsgründen« zeitweise gesperrt.

Die Verhandlungen finden unter Vermittlung Omans und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in der Residenz des omanischen UN-Botschafters statt. Sie gelten als weiterer Versuch, den seit Jahren schwelenden Konflikt um das iranische Nuklearprogramm diplomatisch zu entschärfen. Parallel dazu verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region, während Teheran mit See- und Raketenübungen demonstrativ Stärke zeigt.

Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte vor Beginn der Gespräche: »Ich bin mit realen Ideen für ein faires und ausgewogenes Abkommen nach Genf gekommen. Was nicht zur Debatte steht, ist Unterwerfung unter Drohungen.« US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuversichtlich, dass Teheran ein Abkommen anstrebe, warnte aber vor Konsequenzen bei einem Scheitern der Diplomatie. »Ich glaube, sie wollen einen Deal. Ich glaube nicht, dass sie die Folgen eines Scheiterns wollen«, sagte er gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One.

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Machtwechsel in Teheran

Aus Washington hieß es zudem, militärische Optionen blieben auf dem Tisch, sollte es zu keiner Einigung kommen. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt mit dem Einsatz von Gewalt gedroht und auch einen Machtwechsel in Teheran ins Spiel gebracht.

Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei wies diese Drohungen zurück. »Der US-Präsident sagt, ihre Armee sei die stärkste der Welt, aber die stärkste Armee der Welt kann manchmal so hart geschlagen werden, dass sie nicht mehr aufsteht«, wurde er in iranischen Medien zitiert. In weiteren Aussagen warnte er vor Versuchen, den Ausgang der Gespräche vorab zu diktieren, und betonte, auch große Kriegsschiffe seien verwundbar.

Die Straße von Hormus ist eine der sensibelsten Seehandelsrouten der Welt. Rund ein Fünftel der globalen Erdölproduktion und ein erheblicher Teil des weltweiten Seehandels passieren die nur wenige Dutzend Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman. Experten warnen, dass jede Einschränkung des Verkehrs dort gravierende Folgen für Energiepreise und Weltwirtschaft haben könnte. Historisch hatte Teheran wiederholt mit einer Blockade gedroht; bereits in den 1980er-Jahren kam es im sogenannten Tankerkrieg zu Angriffen auf Schiffe. im

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