Die israelischen Streitkräfte haben Terrorziele in Gaza angegriffen, nachdem bewaffnete Palästinenser Soldaten attackiert hatten. Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) wurden nach den Angriffen ins Visier genommen, hieß es in einer Mitteilung der Armee.
Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 hat es immer wieder tödliche Zwischenfälle im Gazastreifen gegeben. Umfangreiche Angriffe wie die jetzigen gibt es seitdem aber nur noch selten. Israel sprach von einer Reaktion auf einen »eklatanten Verstoß gegen das Waffenruhe-Abkommen«.
Bereits am Dienstag hatten Terroristen in einem von Israel kontrolliertem Gebiet in Rafah im Süden des Küstenstreifens israelische Soldaten angegriffen. In solchen Fällen hatte Israels Armee bereits zuvor wieder größere Angriffe ausgeführt. Inzwischen haben die israelischen Bombardements im Gazastreifen Anwohnern zufolge wieder aufgehört.
Die USA haben kürzlich den Übergang zur zweiten Phase des Gaza-Friedensplans verkündet, obwohl sich noch immer eine tote Geisel im Gazastreifen befindet, die die Hamas im Rahmen der ersten Phase hätte übergeben müssen. Washington begründete die Einleitung der nächsten Phase des Abkommens auch damit, dass die Waffenruhe bislang gehalten habe. dpa/ja